Titel: Untersuchungen zur medikamentösen Prophylaxe einer Aortendilatation bei Kindern mit Marfan-Syndrom unter Berücksichtigung der individuellen Dosierung
Sprache: Deutsch
Autor*in: Doering, Katrin Rosa
Schlagwörter: cardiology; angiotensin recptor antagonist; Sartane; Aortendissektion; TGFβ
GND-Schlagwörter: Angiotensin-I-Blocker; Kardiologie; Marfan-Syndrom; Bindegewebskrankheit; Aortenaneurysma
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-05-25
Zusammenfassung: 
Aortenaneurysmen und -dissektion sind die schwerwiegendsten Komplikationen für Patienten mit MFS und können die Lebenserwartung der Patienten deutlich einschränken. Deshalb ist ein entscheidender Aspekt der Patientenversorgung die Überwachung der kardialen Manifestationen und der prophylaktische und therapeutische Einsatz von Medikation zur Vermeidung von Komplikationen.
In unserer Studie konnte ein deutlicher Rückgang der Aortenwurzelerweiterung sowohl unter einer AT1B Therapie als auch unter einer BB Therapie gezeigt werden. Beide Therapieoptionen stellten sich für uns als wirkungsvoll dar. Dabei unterschied sich der Therapieerfolg im direkten Vergleich der beiden Medikamente nicht signifikant. Unter AT1B Therapie treten in unserer Kohorte seltener unerwünschten Nebenwirkungen auf. Auch in der Literatur sind unerwünschte Nebenwirkungen unter BB Therapie bei Patienten mit MFS deutlich häufiger beschrieben.
Unsere Annahme, dass eine höhere Medikationsdosis AT1B einen Therapievorteil bringt, konnten wir nicht bestätigen. Eine AT1B Medikation im therapeutischen Bereich zeigte in allen untersuchten Dosisgruppen eine vergleichbare effektive Wirkung.
Es ist möglich, dass eine Behandlung mit AT1B zu einer Reduzierung des TGFβ Signalweges führt und damit in die Pathogenese der Erkrankung eingreifen könnte. Dies könnte eine präventive Gabe sinnvoll machen.
Eine gute Überwachung der Patienten, enge Kontrollen und eine frühzeitige medikamentöse Intervention sind weiterhin ausschlaggebend, um lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern und eventuell im Verlauf notwenige operative Eingriffe möglichst lange zu vermeiden.

Aortic aneurysm and dissection are the most feared complications for patients with Marfan Syndrome. They can lead to a significantly lower life expectancy. Therefor a good monitoring of the cardiac manifestation in addition to prophylactic and early therapeutic medical treatment can prevent life threatening complications.
Our study showed a significantly reduction of aortic dilatation under AT1B therapy as well as under BB therapy. There has been no significant difference in comparison of both treatment options, however we did notice fewer side effects within the AT1B treatment group compared to the BB treatment group. Previous publications, which describe side effects in patients treated with BB, appear to be coherent with these findings.
Our aim was to evaluate if higher dosage of AT1B could increase the positive clinical outcome. Our study showed no benefit of a high dose treatment. All treatment groups within therapeutic range showed a comparable effect.
A reducing effect of AT1B on TGFβ signaling may be possible and thus an intervention on the disease’s pathogenesis. Patients would therefor benefit from prophylactic treatment.
As of today close monitoring with frequent follow ups and an early drug intervention are crucial to prevent complications and delay surgical intervention.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9090
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-93651
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Mir, Thomas
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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