Titel: Untersuchung von Single-Nukleotid-Polymorphismen als individuelle Prognosefaktoren für das Ösophaguskarzinom
Sprache: Deutsch
Autor*in: Jadran, Hatefa
Schlagwörter: Ösophaguskarzinom; Einzel-Nukleotid-Polymorphismen; Prognosefaktoren; Biomarker
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-07-13
Zusammenfassung: 
Die Tumorgenese und Tumorprogression ist ein multifaktorieller Prozess und beruht auf einer komplexen Interaktion zwischen Tumorgewebe und einer lokalen, sowie systemischen inflammatorischen Immunreaktion. Genetische Aberrationen im Sinne von Single-Nukleotid-Polymorphismen könnten zukünftig als wichtige individuelle Prognosefaktoren für das Überleben bei Tumorpatienten dienen. In dieser Studie wurden insgesamt 16 Polymorphismen verschiedener Gene untersucht, die für inflammatorische und Zellaktivität-beeinflussende Proteine codieren (rs1205 CRP, rs17561 IL-1A, rs373759 ATM, rs1800872 IL-10, rs1800629 TNF- α, rs3824872 MAPK8IP1, rs2275913 IL-17A, rs2736098 TERT, rs2839658 ZEB1, rs16986825 ZNRF3, rs13266270 EIF3E, rs9304616 PSG1, rs1493593 LMCD1, rs3774220 LMCD1, rs836548 RAC1, rs4926 SERPING1). Ziel dieser Studie war es, die Polymorphismen in Korrelation zu den klinisch-pathologischen Daten, der Gesamtüberlebenszeit und der rezidivfreien Überlebenszeit als unabhängige prognostische Marker für das Ösophaguskarzinom zu identifizieren. Insgesamt wurden 244 Patienten retrospektiv untersucht, die aufgrund eines Ösophaguskarzinoms operiert worden sind. 71 Patienten wurden bei der Bewertung der Ergebnisse von dieser Studie ausgeschlossen, da sie im Rahmen des Aufenthaltes verstorben sind oder keine Follow-up-Daten generiert werden konnten. Anschließend wurden 173 Patienten in die Studie einbezogen. Keiner der Patienten erhielt eine (neo-)adjuvante Therapie. Die Patienten-DNA wurde aus vor der Operation entnommenen EDTA-Blutproben extrahiert. Mittels RT-PCR und TaqMan-Sonden wurden die Genotypen der 16 Polymorphismen für die einzelnen Patienten ermittelt. Der Chi-Quadrat-Test wurde zur statistischen Korrelation der klinisch-pathologischen Daten durchgeführt. Die Überlebenskurven wurden mittels Kaplan-Meier-Methode berechnet und nach dem Log-rank-Test ausgewertet. Die univariate Analyse wies eine signifikante Korrelation zwischen der Lymphknotenmetastasierung und den Polymorphismen rs2275913 (p=0,049) und rs2839658 (p=0,002) auf. Es ergab sich eine signifikante Korrelation zwischen Geschlecht und dem Polymorphismus rs3774220 (p=0,022). Der Polymorphismus rs17561 zeigte im Log-rank-Test eine signifikante Korrelation zur rezidivfreien Überlebenszeit (p=0,034). Es konnte keine signifikante Korrelation zwischen den weiteren Polymorphismen und den klinisch-pathologischen Daten, der Gesamtüberlebenszeit oder der rezidivfreien Überlebenszeit beobachtet werden. In dieser Arbeit konnte keiner der untersuchten Polymorphismen als unabhängiger prognostischer Marker für das Ösophaguskarzinom identifiziert werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9112
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-93974
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Ghadban, Tarik
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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