Titel: | Populationsbasierte Analyse der Komplikationen nach radikaler Prostatektomie – Ergebnisse der deutschen DRG Datenbank | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Rödler, Jana Vienna | Schlagwörter: | DaVinci; Transfusionsrate | GND-Schlagwörter: | Hormonrefraktärer ProstatakrebsGND Diagnosis-related-groups-KonzeptGND BluttransfusionGND |
Erscheinungsdatum: | 2020 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2021-06-17 | Zusammenfassung: | Die radikale Prostatektomie (RP) ist eine der häufigsten Therapieoptionen des Prostatakarzinoms. Diese Arbeit zeigt erstmals bisher nicht vorliegende national repräsentative Daten zur RP in Deutschland auf. In der vorliegenden Studie wurden deutsche Routinedaten der Diagnosis Related Group-Statistik aus den Jahren 2006 bis 2012 ausgewertet. Patientencharakteristika bestanden aus Alter, CharlsonKomorbiditäten-Index (0 vs. 1 - 2 vs. > 2), operativem Zugangsweg (retropubisch (RRP) vs. Roboter-assistiert (RARP) vs. laparoskopisch (LRP) vs. perineal (PRP)), Status der Lymphknotendissektion und Nervenerhaltung, Krankenhausregion (sieben Nielsen Regionen), siedlungsstrukturellem Gebietstyp (Agglomeration vs. urban vs. ländlich) und Quartilen des jährlichen prozedurspezifischen Krankenhausvolumens. Untersucht wurden Mortalität, Bluttransfusionen, intra- und postoperative Komplikationen, Aufenthaltsdauer und Krankenhausausgaben. Logistische Regressionsanalysen mit generalisierter Schätzgleichung für Clusterbildung bei Krankenhäusern wurden zur Risikofaktoranalyse bei Bluttransfusionen sowie intra- und postoperativen Komplikationen verwendet. Betrachtet man den zeitlichen Trend, so sank die Anzahl der RP in Deutschland von 27.948 Patienten im Jahr 2006 auf 25.333 Patienten im Jahr 2012. Gleichzeitig stieg der Anteil der RARP in Deutschland von 0,5 % auf 22,3 %. Die postoperative Komplikationsrate bei RP sank im Zeitraum 2006 bis 2012 von 33,6 % auf 31,5 %, während die intraoperative Komplikationsrate von 1,7 % auf 2,7 % stieg. Die Transfusionsrate bei RP sank von 12,7 % auf 9,0 %. Die minimalinvasiven Techniken zeigten geringere postoperative Komplikationsraten als die RRP (RARP 20,3 % vs. LRP 20,7 % vs. RRP 29,9 %). Die Transfusionsrate bei RARP war im Jahr 2012 niedriger als bei RRP (2,9 vs. 12,0 %). Die logistischen Regressionsanalysen zeigten RARP und LRP als protektiven Faktor allgemeiner und postoperativer Komplikationen sowie Bluttransfusionen. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Erkenntnisse vorhergehender US-amerikanischer populationsbasierter Studien, welche eine verbesserte Versorgungsqualität von RP-Patienten beschreiben, insbesondere wenn der Endpunkt Bluttransfusion verwendet wird. Unterschiede vor allem in der Nutzungsrate minimalinvasiver Verfahren fallen im USamerkanischen Vergleich auf, mit wesentlich niedrigerer Nutzungsrate der RARP in Deutschland. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9176 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-94821 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Schmitges, Jan Rink, Michael |
Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
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Dissertation Jana Roedler Final.pdf | 69a5a7e4c44cfbbe9913af4dd039e41d | 1.86 MB | Adobe PDF | Öffnen/Anzeigen |
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