Titel: Autorenschaften und wissenschaftliche Vertretung von Frauen in der Radiologie
Sprache: Deutsch
Autor*in: Antras, Ilka Marie
Schlagwörter: Frauen; Erstautorinnen; Letztautorinnen
GND-Schlagwörter: SierraGND
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-09-09
Zusammenfassung: 
Zielstellung dieser Dissertation war zum einen die Beantwortung der Frage, wie hoch der Anteil an weiblichen Autoren in internationalen radiologischen Fachzeitschriften mit unterschiedlichem IF aktuell (2017/18) und vor zehn Jahren (2007/08) war. Zum anderen galt es zu prüfen, ob es Unterschiede zwischen den Publikationszahlen von Frauen in Anlehnung an das Ranking der Fachzeitschrift und das Herkunftsland des Institutes, aus dem die Autorinnen kommen gibt.
Des Weiteren wurde untersucht, ob Letztautorinnen als Abbild des akademischen Mittel-/Oberbaus mit Mentorinfunktion weiterhin in radiologischen Fachzeitschriften unterrepräsentiert sind.
Es zeigten sich wegweisende Veränderungen zwischen den beiden Erfassungszeiträumen 2007/08 und 2017/18. Mit steigender Zunahme der Publikationen ist sowohl die Anzahl der weiblichen Erst- als auch der weiblichen Letztautorenschaften über alle IF signifikant angestiegen. Signifikante Unterschiede ließen sich für die verschiedenen IF-Bereich feststellen. Wie vermutet publizieren Frauen häufiger in Fachzeitschriften mit niedrigerem IF als mit hohem, jedoch am ehesten im mittleren. Die hier erhobenen Daten deuten darauf hin, dass es große Unterschiede innerhalb der Kontinente gibt. Allerdings ist es für künftige Studien zu diesem Thema empfehlenswert, eine heterogenere Stichprobenmenge an Fachzeitschriften bezüglich ihres Herkunftslandes zu wählen. Aus dem asiatischen Raum wurde hier nur eine Fachzeitschrift inkludiert. Zusammenfassend hat sich auf dem Gebiet der Förderung der Wissenschaftlerinnen und dem Karriereaufstieg der Frau in den letzten zehn Jahren viel getan. Viele Projekte wurden bereits umgesetzt, um äquivalente Forschungsbedingungen für Frauen und Männer herzustellen. Allerdings zeigen sich anhand der Daten verbleibende markante Unterschiede, die größtenteils auf historischen Rollenbildern beruhen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Anzahl der weiblichen Autorenschaften in Zukunft entwickeln wird. Nicht auszuschließen ist, dass sich eine weitere große Veränderung zeigt, wenn die vielen Jungforscherinnen in Zukunft durch bessere Förderung und finanzielle Unterstützung auch nach der Promotion weiter in der Forschung aktiv bleiben und ihre eigenen Forschungsgruppen mit wiederum weiblichen Nachwuchsforscherinnen leiten. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es so lange eine Art „Zweiklassenforschung“ geben wird, bis die Tatsache, dass Frauen Kinder bekommen, diese betreuen und sich um die Altenpflege zu kümmern, nicht mehr als Lücke im akademischen Lebenslauf, sondern als positiv zu berücksichtigende Faktoren angesehen werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9251
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-95854
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Yamamuras, Yin
Keller, Sarah
Molwitz, Isabell
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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