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Titel: Topographische Verteilung und Häufigkeit der Hautveränderungen bei atopischer Dermatitis und dessen Bezug zu medizinischer Versorgung, Komorbidität und Schweregrad
Sprache: Deutsch
Autor*in: Frank, Ariadne Charis
Schlagwörter: Atopisches Ekzem; Atopische Dermatitis; Läsion; Verteilung
GND-Schlagwörter: Endogenes EkzemGND
Distribution <Physische Distribution>GND
SchweregradGND
HeuschnupfenGND
TopologieGND
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-09-27
Zusammenfassung: 
Hintergrund: Die atopische Dermatitis (AD) ist eine verbreitete, chronische Hauterkrankung mit folgenschwerer Einbuße der Lebensqualität. Erstaunlicherweise fehlt es an wissenschaftlichen Daten, die einen topologischen Zusammenhang zwischen Schweregrad, Komorbidität und medizinischer Versorgung bei erwachsenen Patienten darstellen. In dieser Arbeit sollte erstmalig die topographische Verteilung der AD charakterisiert und im Zusammenhang mit Schwergrad, Komorbidität und Versorgung analysiert werden. Methoden: In einer deutschlandweiten, nicht-interventionellen Querschnittsstudie zur medizinischen Versorgung der AD (AtopicHealth2) wurden Daten von Patienten zusammengetragen. Die Rekrutierung erfolgte über Kliniken und Praxen. Bei Einschluss wurden Arzt- und Patientenfragebögen ausgefüllt. Die Forschungsfragen wurden mittels deskriptiver Analyse, Vierfelder-Korrelations-koeffizient und Chi-Quadrat-Tests statistisch geprüft. Ergebnisse: Das Patientenkollektiv bestand aus 1.291 Patienten (56,5% weiblichen und 43,5% männlichen Geschlechts; durchschnittliches Lebensalter 41 Jahre). Die Auswertung der Gitterfiguren zeigte, dass die Regionen der Ellenbeugen, Hände, Hals und Kopf am häufigsten von Hautveränderungen betroffen waren. Dabei wiesen Flexuren und Hals die größten Ausdehnungen der Hautveränderungen auf. Ekzeme an Extremitäten waren meist symmetrisch (beidseitig). Als Komorbidität fand sich bei Gesichtsbefall eine signifikante Assoziation bei Vorliegen einer allergischen Rhinokonjunktivitis. Es konnte nachgewiesen werden, dass bei später Erstmanifestation im Erwachsenenalter Flexuren signifikant seltener betroffen sind als bei Frühmanifestation im Kindesalter. Hinsichtlich der Versorgungssituation korrelierte die Applikation von Systemtherapeutika nicht mit der Sichtbarkeit bzw. Sensitivität der Ekzem-Lokalisation. Schlussfolgerung: Die Studiendaten zu Prädilektionsstellen (Ellenbeugen, Hände, Hals) und Symmetrie der AD können behandelnden Ärzten bei der Diagnostik als Hilfestellung dienen. Bei steigendem Schweregrad nimmt auch der Befall uncharakteristischer Körperbereiche zu, was bei der Differentialdiagnostik zusätzlich zu beachten ist. Auffällig häufig sind Spätmanifestation und Rezidive. Anamnestische Kenntnisse zum Krankheitsverlauf sind für Beurteilung und Staging der AD von größter Bedeutung. Aufgrund der Studienergebnisse muss bei Gesichtsbeteiligung als Komorbidität unbedingt die allergische Rhinokonjunktivitis berücksichtigt und entsprechend mitbehandelt werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9254
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-95896
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Augustin, Matthias
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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