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Titel: Beurteilbarkeit präostialer Harnleiterkonkremente in Abhängigkeit vom Füllungszustand der Harnblase mit einem subjektiven und objektiven Score
Sprache: Deutsch
Autor*in: Togmat, Julja
Schlagwörter: Radiologie; Urolithiasis; präostial; Urologie; Harnblasenfüllungszustand
Erscheinungsdatum: 2021
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-11-01
Zusammenfassung: 
Die Urolithiasis ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Diagnostisch ist die Computertomographie (CT) hierbei der Standard (Türk et al. 2016a). Bei der Diagnosesicherung mittels CT können verschiedene Störfaktoren wie Phlebolithen im kleinen Becken auftreten, die die Diagnostik erschweren. Das primäre Ziel der Studie ist es, den Einfluss der Harnblasenfüllung auf die Nachweisbarkeit einer präostialen Urolithiasis (= Urolithiasis am ureterovesikalem Übergang (UVJ)) in einer Low-Dose-CT (LD-CT) mit iterativer Rekonstruktion (IR) und einer Standard-Dosis-CT (SD-CT) ohne IR zu untersuchen.

Material und Methoden
Retrospektiv wurden CT-Bilder einer großen Kohorte auf das Vorhandensein einer präostialen Urolithiasis untersucht. Insgesamt 400 Patienten (278 Männer (69,5%), 122 Frauen (30,5%)) mit einer Urolithiasis am UVJ erhielten entweder eine CT-Untersuchung mit einem LD-CT-Protokoll mit IR (n=289, 72%) oder einem SD-CT-Protokoll ohne IR (n=111, 28%). Die Nachweisbarkeit der distalen Urolithiasis wurde durch eine qualitative Beurteilung (definitiv, mäßig und fraglich abgrenzbar) und eine quantitative, semiautomatische Analyse mit Hilfe des Programms ImageJ beurteilt. Letztere geht von der Signaldichteverteilung einer Linie, die manuell entlang der Achse des distalen Harnleiters sowie durch das Konkrement hindurch gezeichnet wurde, hervor. Darauf basierend berechnete und erstellte das Programm automatisch ein Diagramm, das die Minimal-/Maximaldichtewerte, die mittlere/maximale Steigung und das Gefälle entlang der eingezeichneten Linie abgeleitet hat. Bei allen Patienten wurde das gesamte Blasenvolumen durch einen Slice-by-Slice-Ansatz auf den axialen CT-Bildern gemessen und berechnet. Alle gemessenen Parameter wurden miteinander in Korrelation gesetzt.

Ergebnisse
Bei Patienten mit definitiven Konkrementen wurden sowohl mittels LD-CT als auch mittels SD-CT (p<0,01) signifikant höhere Harnblasenvolumina festgestellt als bei Patienten mit fraglichen Konkrementen. Diese Ergebnisse waren unabhängig von der Konkrementgröße und den BMI-Werten der Patienten. Bei Grenzwerten von 92 ml (für LD-CT) und 69 ml (für SD-CT) wurden hohe positive Vorhersagewerte/Genauigkeitsraten von 96%/85% (LD-CT) und 98%/86% (SD-CT) zur definitiven Identifizierung eines Konkrements beobachtet.

Schlussfolgerungen
Das Volumen der Harnblase hat einen signifikanten Einfluss auf die Nachweisbarkeit der distalen, präostialen Urolithiasis. Die orale Flüssigkeitssubstitution vor einer CT- Untersuchung ermöglicht es, die Nachweisbarkeit von Konkrementen am UVJ im klinischen Alltag zu erhöhen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9358
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-97220
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Avanesov, Maxim
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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