Titel: Lumbale Spinalkanalstenose: sind Redundant Nerve Roots ein negativer prognostischer Faktor?
Sprache: Deutsch
Autor*in: Storm, Christopher Malte
Schlagwörter: spinal stenosis; redundant nerve roots; spondylolisthesis; decompression; interbody fusion
GND-Schlagwörter: WirbelkanalstenoseGND
Erscheinungsdatum: 2021
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-12-01
Zusammenfassung: 
Zielsetzung: RNR gelten als negativer prognostischer Faktor für das postoperative klinische Ergebnis bei SKS. Prospektive Studien zu diesem Thema sind bislang nicht veröffentlicht worden. Diese prospektive klinische Studie testet die Hypothese, ob bei Patienten mit lumbaler SKS RNR im präoperativen MRT ein prognostischer Faktor hinsichtlich des postoperativen klinischen Ergebnisses, gemessen anhand von PROM, sind.
Methoden: In dieser prospektiven klinischen Kohortenstudie wurden 90 Patienten mit SKS untersucht, welche operativ dekomprimiert oder dekomprimiert und zusätzlich stabilisiert wurden. Präoperativ erfolgte durch ASED-Score im MRT die Einteilung in RNR+/-. Untersucht wurde mittels VAS und SSM (PROM) präoperativ, drei Monate und 12 Monate postoperativ.
Ergebnisse: Bei insgesamt 90 Patienten in den Gruppen RNR+/- (48/42) gab es keine signifikanten Unterschiede bezüglich Operations-Technik (p = 0,08), Anzahl der operierten Segmente (p = 0,2) und Verteilung der Indexsegmente (p = 0,3) zwischen den RNR-Gruppen. Die Symptomschwere verbesserte sich statistisch signifikant (p <0,001) für RNR+/- im drei- Monate Follow-up und statistisch signifikant weiter in der Gruppe RNR- (p = 0,04) im 12- Monate Follow-up. Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen RNR+/- (p = 0,9; p = 0,2; p = 0,4). Die körperliche Funktion verbesserte sich in den Gruppen RNR+/- statistisch signifikant im drei Monate Follow-up, sowie in der Gruppe RNR+ statistisch signifikant weiter im 12 Monate Follow-up. Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen RNR+/- (p = 0,5; p = 0,7; p = 0,2). Die Gruppen RNR+/- waren beide sehr zufrieden oder einigermaßen zufrieden im drei-Monate Follow-up und 12-Monate Follow-up. Es zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen (drei- Monate Follow-up p = 0,05; 12- Monate Follow-up p = 0,3).
Fazit: RNR sind kein negativer prognostischer Faktor aus Patientensicht. Die Patienten profitieren unabhängig vom Vorhandensein von RNR von der operativen Behandlung. Die Patientenzufriedenheit ist leicht höher bei Patienten mit RNR. Die
Anwendung von krankheitsspezifischen PROM und ein internationaler Konsens für die Definition von SKS und RNR sind entscheidend für eine vergleichbare patientenorientierte Forschung.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9404
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-97794
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Papavero, Luca
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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