Titel: Auswertung der TACE bei Patienten:innen mit hepatozellulärem Karzinom in Hinblick auf Gesamtüberleben und Lebensqualität am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 2008 – 2017
Sprache: Deutsch
Autor*in: Priebe, Maximilian
Schlagwörter: TACE; HCC; Gesamtüberleben
Erscheinungsdatum: 2021
Tag der mündlichen Prüfung: 2022-01-06
Zusammenfassung: 
Die TACE ist die Therapie der Wahl bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem HCC, die keine kurative Therapieoption erhalten können und nach BCLC Klassifikation B eingestuft werden. Eine im Jahr 2016 erschienene Metaanalyse von Lencioni et al., die 101 Artikel berücksichtigte und 10.108 Patienten einschloss, zeigte ein medianes Gesamtüberleben von 19,4 Monaten und eine Inzidenz von 47% des TACE-bedingten PES (Lencioni et al. 2016). Ziel der Dissertation war es, in einer großen Kohortenstudie die TACE-Intervention am UKE in Hinblick auf das Gesamtüberleben und das Sicherheitsprofil über einen Zeitraum von fast zehn Jahren auszuwerten.
Primäre Endpunkte waren das mediane Gesamtüberleben. Zusätzlich wurden das Nebenwirkungsprofil der TACE-Intervention in Bezug auf das PES ausgewertet. Darüber hinaus wurden als sekundäre Endpunkte das mediane Gesamtüberleben nach CPS, ECOG, BCLC, Alter und AFP bestimmt.
Das mediane Gesamtüberleben der TACE-Kohorte betrug 19,0 Monate. In Hinblick auf den CPS war das mediane Gesamtüberleben für Patienten mit CP A mit 19,8 Monaten im Vergleich mit CP B mit 8,6 Monaten verlängert. Gesamtüberlebens-Daten in Abhängigkeit vom ECOG vor Therapiebeginn ergaben folgendes Ergebnis: ECOG 0 22,3 Monate, ECOG 1 13,0 Monate und ECOG 2 9,2 Monate. Schließlich betrachten wir das Gesamtüberleben mit Hinblick auf das BCLC Stadium: BCLC B 16,8 Monate und BCLC C 8,7 Monate. Bei Berechnung des medianen Gesamtüberlebens in Abhängigkeit vom Alter bei ED ergab ein vergleichbares Ergebnis: 19,8 Monate bei einem Alter < 65 Jahre und 19,0 Monate bei einem Alter > 65 Jahre. Das mediane Gesamtüberleben in Abhängigkeit vom AFP-Wert bei ED ergab folgendes Ergebnis: 26,4 Monate < 20 ng/ml, 16,7 Monate 20-199 ng/ml, 15,1 Monate 200-399 ng/ml und 7,6 Monate bei > 400 ng/ml. Im Zuge der 930 TACE-Interventionen kam es in 528 zu keinen Nebenwirkungen (56,8%). Ein PES trat nach 335 TACE auf (36,0%). Beachtenswert und wie erwartet traten interventionsbedingte Zwischenfälle signifikant häufiger nach nicht-selektiven Interventionen auf (48,8% vs. 40,1%; p=0,039).
Die erhobenen Daten ermöglichen ein vergleichbares Ergebnis zur bestehenden Fachliteratur. Insbesondere Patienten mit CP B und ECOG 2 zeigten eine signifikant schlechtere Prognose und legen eine zurückhaltende Indikation zur TACE bei CP B nahe.
Das Auftreten eines PES fiel am UKE geringer aus als die Literatur beschreibt. Nicht- selektive TACE ist mit signifikant höheren Raten an interventionsbedingten Zwischenfällen assoziiert.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9459
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-98608
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Wege, Henning
Schulze, Kornelius
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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