Titel: | Assoziation von links-ventrikulärer Auswurffraktion und Zeichen der zerebralen Mikroangiopathie in einer bevölkerungsbasierten Studie | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Keiser, Tizian | Schlagwörter: | Small Vessel Disease; Linksventrikuläre Auswurffraktion; Herzinsuffizienz; Zerebrale Mikroangiopathie; PSMD | GND-Schlagwörter: | MikroangiopathieGND HerzinsuffizienzGND KardiologieGND DemenzGND Diffusionsgewichtete MagnetresonanztomografieGND |
Erscheinungsdatum: | 2022 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2022-08-09 | Zusammenfassung: | EINLEITUNG: In den vergangenen Jahren wurde eine Reihe von Studien veröffentlicht, die eine Assoziation zwischen kardialer Funktion und zerebraler Mikroangiopathie (Small Vessel Disease, SVD) zeigten. Dabei korrelierte bei herzkranken Patient:innen die verminderte links-ventrikuläre Auswurffraktion (Left Ventricular Ejection Fraction, LVEF) mit einem vermehrten Auftreten struktureller Hirnläsionen in der zerebralen Magnetresonanztomografie (MRT). Ein neuer Marker für SVD ist die Peak Width of Skeletonized Mean Diffusivity (PSMD), ein struktureller Parameter der diffusionsgewichteten MRT mit einer großen Korrelation zu kognitiver Funktion. Die vorliegende Studie untersucht die Assoziation zwischen LVEF und PSMD, sowie deren Zusammenhang mit kognitiver Funktion. MEHTODEN: Insgesamt wurden 1000 Proband:innen der Hamburg City Health Study (HCHS), einer bevölkerungsbasierten Querschnittstudie untersucht. Die LVEF wurde in transthorakaler Echokardiografie, PSMD und WMH im zerebralen MRT ermittelt. Kognitive Funktionen wurden mittels Mini Mental Status Test, Uhrentest, Mehrworttest und Trail Making Test (TMT) erhoben. ERGEBNISSE: 723 (332 [46%] Frauen) Proband:innen mit einem Durchschnittsalter (Standardabweichung, SD) von 62 (+/- 8) Jahren wurden in die Analyse eingeschlossen. 695 (320 [46%] Frauen) Proband:innen hatten eine LVEF > 50%, 28 (12 [43%] Frauen) eine LVEF ≤ 50%. Im Vergleich konnte eine signifikant höhere PSMD in der Gruppe mit LVEF ≤ 50% beobachtet werden (PSMD [Interquartilsabstand, IQR] = 2.329 10-4 mm2/s [0.681] vs. 2.164 10-4 mm2/s [0.500], p = 0.008). Unter Berücksichtigung kardiovaskulärer Komorbiditäten, Geschlecht und Alter konnte keine lineare unabhängige Assoziation zwischen LVEF und PSMD nachgewiesen werden (p = 0,48). Es konnte eine lineare Assoziation der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit der Kohorte im TMT-B zu PSMD (p = 0,04) und LVEF (p = 0,04) beobachtet werden. FAZIT: Das Ausmaß der PSMD ist nicht maßgeblich mit der LVEF assoziiert. Eine deutlich reduzierte LVEF kann wahrscheinlich zur Zunahme der PSMD beitragen. Zukünftige Untersuchungen an größeren Kohorten zu unterschiedlichen Zeitpunkten werden weiteren Aufschluss geben. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9785 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-102863 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Thomalla, Götz |
Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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