Titel: Retrospektive Untersuchung des Therapieerfolges der Komplettierung der perioperativen Chemotherapie im Anschluss an Ösophagusresektionen neoadjuvant vorbehandelter Patienten mit Adenokarzinom des Ösophagus am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Sprache: Deutsch
Autor*in: Stuhlfelder, Jakob Wilhelm
Schlagwörter: Adenokarzinom; FLOT; Ösophagus; AEG-Tumor
Erscheinungsdatum: 2022
Tag der mündlichen Prüfung: 2022-09-06
Zusammenfassung: 
Mit relativen 5-Jahres-Überlebensraten von kaum über 20 % zählt das Ösophaguskarzinom zu den Tumorarten mit sehr ungünstigen Überlebenschancen. Die Diagnostik und Therapie erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Onkologen, Radiologen und Chirurgen, um eine zielführende und stadiengerechte Behandlung zu gewährleisten. Auch die häufig begleitenden Risikofaktoren, wie beispielsweise Adipositas, Alkoholkonsum oder Achalasie und die damit einhergehenden Begleiterkrankungen erschweren die Therapie. Die Wirksamkeit der perioperativen FLOT-Therapie für Karzinome > T2, N+ ist bis heute nicht ausreichend untersucht. Insbesondere fehlen Daten zu Patienten mit einem schlechten Regressionsgrad, also diejenigen, die nicht oder nur geringfügig auf die Vorbehandlung angesprochen haben. Unsere, am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführte retrospektive Studie beinhaltet insgesamt 124 Patienten, die zwischen 2012 und 2019 operiert wurden. Die Patienten wurden zunächst in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe erhielt ausschließlich eine chirurgische Resektion, während die andere Gruppe eine chirurgische Resektion mit perioperativer Chemotherapie nach dem FLOT-Schema erhielt. Letztere wiederum wurde erneut in Subgruppen nach ihrem Ansprechen auf die perioperative Chemotherapie untergliedert. Wir konnten zeigen, dass das abgeschlossene perioperative FLOT-Regime das Gesamtüberleben im Vergleich zur alleinigen Operation signifikant erhöht. Patienten mit guter Tumorregressions-Grading-Therapie zeigten die besten Gesamtüberlebensraten. Wir konnten dabei zeigen, dass es wichtig ist, dass die FLOT-Therapie vollständig perioperativ durchgeführt wird und sowohl neoadjuvant als auch adjuvant verabreicht wird. Unsere Daten zeigen, dass die perioperative FLOT-Therapie unabhängig vom Grad der Tumorregression nach der Operation fortgesetzt werden sollte. Patienten, die das Therapieregime nicht abschließen, profitieren nicht von den Therapieerfolgen im Vergleich zu Patienten mit vollständiger FLOT-Therapie. Erstaunlicherweise zeigten selbst Patienten mit minimaler Tumorregression ein verbessertes Gesamtüberleben nach Abschluss der FLOT-Chemotherapie.
Chirurgische Komplikationen haben keinen signifikanten Einfluss auf das Gesamtüberleben. Unerwünschte Ereignisse einer Chemotherapie reduzierten in dieser untersuchten Kohorte jedoch die Gesamtüberlebensrate, möglicherweise aufgrund der Tatsache, dass sie zum Abbruch der Chemotherapie führen und dazu führen, dass die Zieldosis nicht erreicht werden kann.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Daten stark auf eine positive Wirkung der FLOT-Chemotherapie bei der Behandlung von Speiseröhrenkrebs hinweisen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9841
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-103569
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Stüben, Björn-Ole
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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