Titel: Publikationsleistungen von Chef- und Oberärzt:innen der deutschen Allgemein- und Viszeralchirurgie innerhalb des 10-Jahres-Zeitraums von 2007 bis 2017
Sprache: Deutsch
Autor*in: Böckmann, Eva Christina
Schlagwörter: Vergleich; Publikationsleistung; Frauenanteil; Journale; Impactfaktor
GND-Schlagwörter: MedizinGND
BauchchirurgieGND
UniversitätsklinikGND
VeröffentlichungGND
RankingGND
FührungskraftGND
Erscheinungsdatum: 2022
Tag der mündlichen Prüfung: 2022-09-19
Zusammenfassung: 
In der vorliegenden Dissertation erfolgte eine Untersuchung der Publikationsleistung der 38 deutschen Universitätskliniken auf dem Gebiet der Allgemein- und Viszeralchirurgie im 10-Jahreszeitraum vom 1. Januar 2007 bis 1. Juli 2017.
Methoden:
Es wurde die auf den Webseiten der Universitätskliniken dargestellte Personalstruktur der Führungsmannschaften (bestehend aus Chef- und Oberärzt:innen zum Stichtag 01.07.2017 ermittelt und anschließend die auf Pubmed gelisteten Publikationen mit Erst- und Letztautorenschaften der Mitglieder der Führungsmannschaften recherchiert. Zu jeder Publikation wurde der 5-Jahres-Impactfaktor von 2016 zur Bewertung herangezogen.
Es erfolgte ein Benchmarking hinsichtlich Anteil der publikationsaktiven Mitarbeiter:innen; Publikationsvolumen und Gesamt-Impactfaktor der jeweiligen Kliniken; Publikationen und Impactfaktor pro Mitarbeiter:in sowie Publikationen und Impactfaktor pro Mitarbeiter:in mit Publikationsaktivität; Impactfaktor pro Publikation. Weiterhin erfolgte eine Einteilung der Kliniken in Quartile je untersuchter Kategorie. Die Abhängigkeit der einzelnen Rubriken von der Mitarbeiterzahl wurde untersucht. In einem weiteren Analyseschritt wurde der Frauenanteil der einzelnen Kliniken ermittelt und die Publikationen der Mitarbeiterinnen mit der Publikationsleistung der jeweiligen Kliniken verglichen.
Bei bestehenden Daten bezüglich der Publikationsaktivität im entsprechenden 10- Jahres-Zeitraum erfolgte weiterhin ein Vergleich mit der deutschen universitären Gefäß- sowie Herzchirurgie.
Ergebnisse
Die vorliegende Untersuchung zeigt große Unterschiede bei der Publikationsleistung der einzelnen Quartile. Es besteht ein starkes Gefälle, der Beitrag zur deutschen Wissenschaft erfolgt nicht homogen.
Die Führungsmannschaften der 38 Abteilungen umfassten 442 Chirurg:innen, von denen nur 351 (79,4 %) als Erst- oder Letztautor:in tätig waren, bei den Frauen sind es nur 59,7 %. Erfasst wurden 4699 Publikationen in 702 Zeitschriften. Die vier
führenden Kliniken veröffentlichten gleich viele Publikationen wie die letzten 20 Kliniken (1330 vs. 1336 Publikationen).
Wie anzunehmen, besteht eine Abhängigkeit von Publikationsvolumen und Gesamt- Impactfaktoren von der Anzahl der Mitarbeiter. Keinen Effekt hat die Mitarbeiterstärke jedoch auf den Anteil der publikationsaktiven Mitarbeiter:innen sowie die Publikationen pro Mitarbeiter.
Mit 352 (7,5 %) Publikationen war der Chirurg die am häufigsten genutzte Zeitschrift, gefolgt von Langenbeck’s Archives of Surgery mit 274 (5,8 %) Publikationen. Thematisch führten Publikationen zum Pankreas in Bezug auf die Gesamtsumme der Publikationen und des IF, der pro Publikation generiert wurde
Diskussion:
Zwar ist der Anteil nicht-publizierender Mitarbeiter:innen bei den in der Gesamtpublikation führenden Kliniken geringer als in den weniger publikationsstarken Kliniken, doch auch hier findet sich Steigerungspotential.
Um auch international ein höheres Niveau zu erlangen, sollte insbesondere diese Lücke geschlossen werden. Hilfreich wäre hierbei sicherlich eine bessere Integration von Forschung in den Klinikalltag und das Bewusstsein, dass die Arbeit an einer Universitätsklinik neben der Lehre auch zusätzlich biomedizinische Forschung beinhaltet.
Der Frauenanteil an den Führungsmannschaften liegt mit 17,42% höher als erwartet, jedoch befinden sich Anteil an Publikationen und Impactfaktor unter denen des Mannschaftsdurchschnitts. Einige Kliniken halten bei entsprechend organisatorischer Bemühung eine Vorreiterrolle inne, unterstützend wirkten sicherlich flexiblere Arbeitszeitmodelle, eine organisierte Kinderbetreuung, sowie ein generelles Umdenken über Chance von Frauen mit Kindern in Chirurgie und Gesellschaft.
Im Vergleich mit der Gefäßchirurgie und Herzchirurgie bestehen große Unterschiede bei Publikationsaktivität, Summe der Publikationen und Impactfaktoren, die nicht nur durch die Abteilungsgröße erklärbar sind.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9872
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-103950
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Debus, Eike Sebastian
Grundmann, Reinhart Thomas
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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