Titel: Assoziation von HbA1c und HOMA-IR mit anthropometrischen Daten sowie Parametern der Ernährung bei Frauen
Sprache: Deutsch
Autor*in: Laaser, Jonas
Schlagwörter: HbA1c; HOMA-IR; Frauen; Antropometrie; Ernährungsparameter
GND-Schlagwörter: DiabetesGND
InsulinresistenzGND
ErnährungGND
PräventionGND
ÜbergewichtGND
Erscheinungsdatum: 2022
Tag der mündlichen Prüfung: 2022-10-06
Zusammenfassung: 
Die Zahl der an T2D erkrankten Menschen nimmt weltweit zu und stellt eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem dar (Tönnies et al. 2019; Forouhi & Wareham 2014; Zhang et al. 2010). T2D geht häufig mit Erkrankungen aus dem Kreis des metabolischen Syndroms einher und erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (Sarwar et al. 2010; Nauck et al. 2018). Aus diesem Grund besteht ein sozioökonomisches Interesse an Früherkennung und Primärprävention. In der Entstehung von T2D, der IR und des metabolischen Syndroms nimmt die Hyperinsulinämie und IR einen großen Stellenwert ein. Zur Diagnose von T2D wird aktuell unter anderem der HbA1c herangezogen. Diese Methode bildet allerdings nur über einen längeren Zeitraum erhöhte Plasmaglukose-Werte ab. Die IR präsentiert sich schon weitaus früher in der Pathogenese. Aus diesem Grund könnte HOMA-IR als eine wertvolle Alternative für die Früherkennung einer IR dienen.
In dieser Dissertation wurde anhand der Probandinnen der CORA-Studie (455 prä- und postmenopausale Frauen im Alter zwischen 30-80 Jahren) die Assoziation von HbA1c und HOMA-IR mit anthropometrischen Daten sowie Parametern der Ernährung untersucht. HOMA-IR und der HbA1c korrelieren in der altersadjustierten linearen Regressionsanalyse signifikant untereinander, mit dem BMI, dem Taillenumfang, der WHR, der durchschnittlich am Tag konsumierten Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Fleisch- und Wurstwaren sowie invers mit Obst und Gemüse. Der HbA1c korreliert in der altersadjustierten linearen Regressionsanalyse zusätzlich signifikant mit der durchschnittlich am Tag konsumierten Menge an Disacchariden. Der HOMA-IR korreliert in der altersadjustierten linearen Regressionsanalyse signifikant mit der durchschnittlich am Tag konsumierten Gesamtenergie, der Menge an Fett, gesättigten Fettsäuren, einfach ungesättigten Fettsäuren, Fett aus pflanzlicher Quelle, Gesamteiweiß, Eiweiß aus tierischer Quelle und Alkohol.
In multiplen linearen Regressionsanalyse zur Untersuchung der Assoziation von HbA1c und HOMA-IR mit dem Alter, Taillenumfang und Parametern der Ernährung konnte ein engerer Zusammenhang zwischen HbA1c und dem Modell als zwischen HOMA-IR und dem Modell festgestellt werden. Das bekräftigt den aktuellen Stand des HbA1c als Screeningtool in der Früherkennung der IR und des T2D.
Es sollten weitere Studien zu Schwellenwerten des HOMA-IR in verschiedenen Ethnien, Altersgruppen und Geschlechtern, ebenso wie eine Standardisierung der Insulinassays erfolgen, bevor dieser Parameter Einzug in den klinischen Alltag finden kann.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9914
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-104508
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Windler, Eberhard
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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