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Titel: Evaluierung der Qualität und diagnostischen Aussagekraft transversaler Schichtaufnahmen für kieferorthopädische Fragestellungen bei der Retention von oberen Eckzähnen
Sonstige Titel: Evaluation of transversal slice imaging in the diagnosis of tooth displacement with special consideration of the upper canines
Sprache: Deutsch
Autor*in: Bremert, Silke
Schlagwörter: Eckzahnverlagerung; transversale Schichtaufnahme; impaction of upper canines; transversal slice imaging
Erscheinungsdatum: 2005
Tag der mündlichen Prüfung: 2005-11-07
Zusammenfassung: 
Ziel dieser Arbeit war die Evaluierung transversaler Schichtaufnahmen (TSA) bezüglich
ihrer Qualität und diagnostischen Aussagekraft bei Retentionen oberer Eckzähne für
kiefeorthopädische Fragestellungen. Diese betrafen die Beurteilbarkeit der Eckzahnlage
und insbesondere der -krone sowie des Wurzelwachstums, einer Wurzelspitzenabweichung,
des Parodontalspaltes, einer Ankylose, der Lagebeziehung zu- und Resorptionen
an Nachbarzähnen.
Die Kriterien wurden anhand von neun in einer Pilotstudie angefertigten Phantom-TSA
sowie in einer retrospektiven Betrachtung von 27 klinischen TSA, in Kombination mit
den zugehörigen Panoramaschichtaufnahmen, durch sechs Zahnärzte und Fachzahnärzte
aus der Poliklinik für Kieferorthopädie im Zentrum für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde
des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, beurteilt.
Grundlage einer erfolgreichen kieferorthopädischen Therapie ist neben der initialen
Patientenanamnese die präzise zielführende Befunderhebung und Diagnostik. Aufgrund
von schwierigen anatomischen Verhältnissen ist die exakte Lagebestimmung oberer
Eckzähne mit konventionellen bildgebenden Verfahren oft schwer zu erzielen und
erfordert je nach klinischer Situation unterschiedliche röntgenologische Verfahren.
Als Basisröntgenaufnahme steht die Panoramaschichtaufnahme (PSA) zur Verfügung,
die die mesio-distale Ebene des Kiefers darstellt. Ergänzungsaufnahmen sind exzentrisch
eingestellte Zahnfilme (Parallaxemethode), die halbaxiale Okklusalaufnahme, die
digitale Volumentomographie (DVT) sowie die Computertomographie (CT). Sowohl
die Parallaxemethode als auch die halbaxiale Okklusalaufnahme sind zur Lagebestimmung
von oberen Eckzähnen in der Literatur kontrovers diskutiert, bieten aber den
Vorteil der geringen Strahlenexposition. Die DVT sowie die CT stellen eine hervorragende
Grundlage für eine exakte Diagnostik verlagerter Zähne dar. Auf Grund der
hohen Dosisbelastung, insbesondere bei der CT sollte die jeweilige Indikationsstellung
allerdings fallspezifisch und sorgfältig geprüft werden.
Unter Berücksichtigung der Röntgenverordnung und darin geforderten möglichst
dosisarmen diagnostischen Methoden lässt sich durch vorliegende Arbeit konstatieren,
dass die TSA, insbesondere als zweite Ebene zur PSA für die oro-vestibuläre Lagebestimmung
bei der Problematik verlagerter Eckzähne, eine sinnvolle, ergänzende Bild117
gebung für die Therapieentscheidung des Kieferorthopäden darstellt, da durch sie
diesbezüglich ein Informationszuwachs erkennbar wird. Dennoch bleibt festzuhalten,
dass bei Verdacht auf Wurzelresorptionen, eine Ankylosierung oder zur Beurteilung der
Wurzelmorphologie sowie der exakten Lagebeziehung zu den Nachbarzähnen diesem
Verfahren Grenzen gesetzt sind und daher anderen diagnostischen Methoden, wie der
DVT der Vorzug zu geben ist.
Die TSA ermöglicht somit eine zeitgemäße und dosisreduzierte Röntgendiagnostik mit
guter Aussagekraft zur Lokalisation von Eckzähnen in der zweiten Ebene.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/1156
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27143
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kahl-Nieke, Bärbel (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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