| Titel: | Zusammenhänge zwischen früher Traumatisierung und dissoziativen Symptomen bei schizophrenen Patienten | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Huber, Barbara | GND-Schlagwörter: | Dissoziation <Psychologie>GND Psychisches TraumaGND SchizophrenieGND PsychoseGND Schizoaffektive PsychoseGND |
Erscheinungsdatum: | 2022 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2025-09-26 | Zusammenfassung: | In der vorliegenden Studie sollte die Stabilität von dissoziativen Symptomen bei Patienten mit einer Diagnose aus dem schizophrenen Formenkreis sowie die Beziehung zwischen früher kindlicher Traumatisierung, Dissoziation und psychotischen Symptomen untersucht werden. Bei 145 Patienten, davon 72% mit der Diagnose einer Schizophrenie und 22% mit der Diagnose einer schizoaffektiven Störung, wurde ein Interview zum Zeitpunkt der vollstationären Aufnahme geführt (T0). Ein weiteres Interview erfolgte zu einem Zeitpunkt, zu dem sich der psychische Gesundheitszustand der Patienten klinisch stabilisiert hatte (T1). Zur Erhebung der Zielsymptomatik und zur Charakterisierung der frühkindlichen Traumatisierung dienten die Dissociative Experiences Scale (DES), die Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) und das Childhood Trauma Questionnaire (CTQ). Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Abnahme der dissoziativen Symptome über die Zeit (M = 19,2 gegenüber M = 14,1, p<0,001). Es bestand ein deutlicher signifikanter Zusammenhang zwischen dissoziativer Symptomatik an beiden Untersuchungszeitpunkten und einzelnen Unterskalen des Childhood Trauma Questionnaire. Der beste Prädiktor von dissoziativen Symptomen bei Aufnahme war die PANSS-Subskala für Positivsymptomatik (Finc (3,64) = 3,66, p = 0,017), während kindlicher sexueller Missbrauch der beste Prädiktor für dissoziative Symptome zum Zeitpunkt der klinischen Stabilisierung war (Finc(10,80) = 2,00, p = .044). Zusammenfassend weisen die Ergebnisse in Zusammenschau mit der Literatur darauf hin, dass dissoziative Symptome bei Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis mit früher kindlicher Traumatisierung in Zusammenhang stehen. Die dissoziative Symptomatik scheint dabei allerdings abhängig vom Krankheitsstadium zu sein. Insgesamt ist zu empfehlen, dass der Traumaanamnese und der Behandlung von komorbider dissoziativer Symptomatik bei Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis mehr Beachtung geschenkt wird. |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/12080 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-ediss-133485 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Schäfer, Ingo |
| Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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| Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
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| dissertation.pdf | Dissertation Barbara Huber | 048ec4ce8e87d0031ee91da2a6e87163 | 446.89 kB | Adobe PDF | ![]() Öffnen/Anzeigen |
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