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Titel: Strukturelle Veränderungen der chinesischen Automobilzulieferindustrie im Kontext von Öffnungspolitik und WTO-Beitritt
Sonstige Titel: Structural Changes in the Chinese Automotive Supplier Industry in the Context of Economic Opening and WTO Entry
Sprache: Deutsch
Autor*in: Pesselhoy, Katja
Schlagwörter: China; technology transfer; automotive industry; WTO; economic development
GND-Schlagwörter: China; World Trade Organization; Wissens- und Technologietransfer; Kraftfahrzeugindustrie; Wirtschaftsentwicklung; Wirtschaftsstruktur
Erscheinungsdatum: 2005
Tag der mündlichen Prüfung: 2005-12-16
Zusammenfassung: 
Bis vor wenigen Jahren wurde die chinesische Automobilindustrie in internationalen Industriekreisen kaum wahrgenommen. Sie war klein, von preiswerten einheimischen Nutzfahrzeugen geprägt, rückständig und vom Rest der Welt isoliert. Heute wird China in zahlreichen Zeitungsartikeln als "Motor der globalen Automobilindustrie" bezeichnet. Beinahe täglich finden sich in der internationalen Presse Artikel über den chinesischen Automobilmarkt und seine Akteure. Euphorische Berichte, die China als den weltweit wichtigsten Wachstumsmarkt für die internationale Automobilindustrie darstellen, wechseln sich ab mit solchen, die von Ineffizienz und Qualitätsproblemen der Automobilproduktion berichten und Überkapazitäten und Stagnation prophezeien. Zunehmend wird vor einer Bedrohung der westlichen Automobilindustrie durch rapide zunehmende Exporte chinesischer Hersteller gewarnt.
Welche Entwicklung hat stattgefunden, die es der chinesischen Automobilindustrie innerhalb weniger Jahre ermöglichte, international wettbewerbsfähige Automobilkomponentenhersteller hervorzubringen? Werden die chinesischen Hersteller "Billighersteller" für einfache Autoteile bleiben, oder können sie auch in anderen Sektoren wie Hochtechnologie konkurrenzfähig werden? Wird die gesamte chinesische Automobilmarkt langfristig von westlichen Unternehmen dominiert werden, die durch modernes Know-how und ihre internationalen Geschäftsbeziehungen auch in China die technologische Führerschaft übernehmen? Warum haben Unternehmen in anderen Schwellenländern wie Indien und Brasilien nicht vor China internationale Erfolge verzeichnet, obwohl sie sich viel früher dem Westen geöffnet haben und denselben Niedriglohnvorteil besitzen?
Angesichts solcher Fragen werden in der Arbeit systematisch die strukturellen Veränderungen der chinesischen Automobilzulieferindustrie in den letzten Jahrzehnten und ihre Ursachen untersucht. Als mögliche politische und wirtschaftliche Einflussfaktoren für die Umstrukturierung der Industrie werden die Öffnungspolitik der chinesischen Regierung und, als ihr bisheriger formaler Höhepunkt, Chinas Beitritt zur WTO angenommen.
Die Arbeit ist in sieben Kapitel gegliedert. Auf die Einleitung folgt in Kapitel 2 eine Bestandsaufnahme der jüngsten Strukturveränderungen sowie der aktuellen Arbeitsweisen, Anforderungen und Bedürfnisse der westlichen Automobil- und Zulieferindustrien. In Kapitel 3 wird der Strukturwandel der gesamten chinesischen Automobilzulieferindustrie seit den Siebzigerjahren und die wichtigsten Einflussfaktoren für ihre Entwicklung auf makroökonomischer Ebene untersucht. In Kapitel 4 wird eine mikroökonomische Perspektive eingenommen, indem die Situation von einzelnen Akteuren der Automobilindustrie in China beleuchtet wird. In Kapitel 5 erfolgt der Abgleich der in Kapitel 2 aufgestellten Hypothesen über die Entwicklung der chinesischen Automobilzulieferindustrie mit den Erkenntnissen aus Kapiteln 3 und 4. In Kapitel 6 werden die wichtigen Determinanten der zukünftigen Entwicklung der chinesischen Zulieferindustrie aufgezeigt, bevor abschließend in Kapitel 7 das Fazit gezogen wird.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/1214
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27733
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Eberstein, Bernd (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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