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Titel: Zur vergleichenden Validierung des Inventars Klinischer Persönlichkeitsakzentuierungen unter besonderer Berücksichtigung schizotyp-exzentrischer Merkmale
Sprache: Deutsch
Autor*in: Fabian Möller
Schlagwörter: Inventar Klinischer Persönlichkeitsakzentuierungen
GND-Schlagwörter: Schizotypie; Abnorme Persönlichkeit; Persönlichkeit
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2008-07-08
Zusammenfassung: 
Mit dem Inventar Klinischer Persönlichkeitsakzentuierungen liegt seit kurzem ein vollumfänglich publizierter Selbstbeurteilungsfragebogen vor, der die Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV und ICD-10 vollständig abbildet. Das Ergänzungsmodul IKP-Eg lässt darüber hinaus differentialdiagnostische Optionen innerhalb der und zwischen den beiden Klassifikationssystemen zu, kann zur Spektrumskomplettierung, z.B. im Bereich der Schizophrenien und Wahnstörungen (F2), eingesetzt werden und erfasst darüber hinaus die traditionellen Persönlichkeitsstörungen nach Schneider (1934). In dieser Arbeit wird faktorenanalytisch anhand zweier anderer Selbstbeurteilungsfragebogen, die den Bereich der Normalpersönlichkeit (HPI) bzw. den der schizotyp-exzentrischen Merkmale (SEF) abbilden, ein psychometrisch wichtiger Beitrag zur Validierung des IKP geleistet. Testanalytisch können die im IKP-Manual (Andresen 2006) überwiegend überzeugenden Ergebnisse bestätigt werden. Die innovative Konzeption der IKP-Skala der Schizotypen(ischen) Persönlichkeitsakzentuierung wird durch die dargestellten Resultate gestützt. Faktorenanalytisch wird im Wesentlichen das Fünf-Faktoren-Modell (Costa, McCrae 1987) der Normalpersönlichkeit bestätigt, wobei durch das Zusammenfallen der Faktoren Offenheit für Erfahrungen (O) und Risiko- und Kampfbereitschaft (R) ein teilweiser Widerspruch zum sechsfaktoriellen NEOCAR-Modell (Andresen 1995) ersichtlich wird. Hierbei verteilen sich alle berücksichtigten, klinischen IKP-Skalen auf die einzelnen Basisfaktoren der Persönlichkeit, von denen die in negativ gepolter Form vorliegenden Faktoren Altruismus und Hilfsbereitschaft (A) und Extraversion (E) eine pathologische Varianz auf dem Gegenpol zeigen. Letzterer umfasst in erster Linie den negativen, interpersonellen Bereich der Schizotypie, während der gefundene, nicht unabhängig darstellbare Schizotypie-Faktor die positiven, kognitiv-perzeptuellen sowie dominierend die desorganisierten Aspekte der Schizotypie abbildet. Hinsichtlich des weitgehend unerforschten Exzentrikbereichs weisen die in dieser Arbeit zusammenfallenden Faktoren Offenheit für Erfahrungen (O) und Risiko- und Kampfbereitschaft (R) die größte Nähe zu exzentrischen Eigenschaften auf. Die vor allem im sozial-interaktiven Kontext stärker problemorientierten Exzentrikeigenschaften tendieren deutlich in Richtung Schizotypie.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2170
URN: urn:nbn:de:gbv:18-37352
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Andresen, Burghard (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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