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Titel: Fehleranalyse an frühversagten Hüftkappenendoprothesen (sog. resurfacing)
Sprache: Deutsch
Autor*in: Wüstner, Carlos
Schlagwörter: Hüftkappenendoprothese; hip resurfacing
GND-Schlagwörter: Gelenkendoprothese; Hüftgelenkprothese
Erscheinungsdatum: 2007
Tag der mündlichen Prüfung: 2008-10-01
Zusammenfassung: 
Im Rahmen dieser Doktorarbeit wurden 29 Hüftkappenresektate eingehend untersucht. Es sollte geklärt werden, welche Faktoren für ein frühes Versagen, d.h. eine Implantatsstandzeit ≤3 Monate, verantwortlich waren. Dabei bildeten sich zwei Patientenkollektive. Das Kollektiv A (Standzeit ≤3 Monate) besteht aus 14 Patienten und das Kollektiv B (Standzeit >3 Monate) aus 15 Patienten. Die mittlere Implantationszeit des Kollektiv A beträgt 39,1±22,0 Tage, die des Kollektiv B beträgt 179±80,5 Tage. Eine Abhängigkeit des Lebensalters der Patienten bei Implantation in Bezug auf die Standzeit im Sinn einer positiven Korrelation konnte nicht nachgewiesen werden. Die Indikation zur Kappenimplantation wurde in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle beider Kollektive i.R. einer anamnestisch bekannten primären Coxarthrose gestellt (bei Kollektiv A in 71,4% und Kollektiv B in 66,7% der Fälle). Bei der Sichtung und histomorphologischen Analyse unter Einbeziehung der vorliegenden Einsendungsscheine zeigte sich, dass kein einheitlicher Versagensmechanismus mit der angewendeten Methodik nachweisbar war. Vielmehr liegen eine Vielzahl von Faktoren vor, die zur Implantatrevision zwangen. Die in der Fachliteratur vielfach angeführte zentrale Bedeutung der Zementierung, konnte außer bei offensichtlich unsachgemäßer Durchführung derselbigen nicht gezeigt werden. In jedem Fall führt ein sachgerechtes Handling der eingesetzten Zemente unter Vakuumanmischung zu der angestrebten homogenen Zementierung. Eine wichtige Komplikation in der Hüftkappenendoprothetik stellen neben der aseptischen Lockerung die frühe postoperative Schenkelfraktur dar. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum bei teilweise altersentsprechend reduzierter Knochenqualität und eingesetzter Jet-Lavage, in einigen Fällen mehrfache Retentionsbohrungen in den Kopfbereich angelegt wurden. Es kommt zu einem tieferen Eindringen des Zementes in die Spongiosa mit den bekannten Folgeerscheinungen wie z.B Markraumnekrosen. Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein größeres Patientenkollektiv aus vorzugsweise einem operativen Zentrum, in dem Kappen des gleichen Typs unter definierten Bedingungen implantiert werden, gesicherte Ergebnisse liefern würde. Dabei sollte ein homogenes Kollektiv im Hinblick auf Geschlecht, Alter und bekannten Nebendiagnosen (z.B. Osteoporose als Ausschlusskriterium) untersucht werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2325
URN: urn:nbn:de:gbv:18-38941
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Delling, Günter (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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