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Titel: Nachweis und diagnostische Wertigkeit von Antikörpern gegen das interzelluläre Polysaccharid-Adhäsin bei Patienten mit Endoprotheseninfektionen durch Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis
Sprache: Deutsch
Autor*in: Klettke, Jumi
Schlagwörter: Staphylococcus epidermidis; Staphylococcus aureus; Endoprotheseninfektion; interzelluläres Polysaccharid-Adhäsin; PIA; Staphylococcus epidermidis; Staphylococcus aureus; intercellular polysaccharid-adhesin; PIA
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2008-12-01
Zusammenfassung: 
Fremdmaterialassoziierte S. epidermidis und S. aureus Infektionen stellen sowohl hinsichtlich der Diagnostik wie auch Therapie und Prävention weiterhin ein
herausragendes Problem der modernen Medizin dar. Zentraler Aspekt der Pathogenese von S. epidermidis und S. aureus fremdmaterialassoziierten Infektionen ist die Fähigkeit des Erregers, auf der Oberfläche implantierter Fremdkörper mehrlagige Biofilme auszubilden. In den letzten Jahrzehnten wurden große Anstrengungen unternommen, die Entstehung von Biofilmen besser zu verstehen, um daraus neue diagnostische sowie therapeutische Möglichkeiten abzuleiten. Insbesondere im Rahmen der Diagnostik von Endoprotheseninfektionen existieren zurzeit nur unbefriedigende Ansätze, welche in keinem Fall eine sichere Diagnose oder einen Ausschluss einer Protheseninfektion ermöglichen. In dieser Arbeit sollte die Nutzbarkeit des interzellulären Polysaccharid-Adhäsins (PIA) als diagnostisches Antigen untersucht
werden. PIA wird eine wichtige Rolle in der Entstehung Biofilm-assoziierter S. epidermidis und S. aureus Infektionen beigemessen. Unter Verwendung eines hier
etablierten, spezifischen ELISA wurden PIA-spezifische Antikörper in Seren von 59 Patienten mit definitiven S. aureus und S. epidermidis Hüft- und Knie-
Endoprotheseninfektionen wie auch in einem Kollektiv gesunder Blutspender quantifiziert. Es konnte gezeigt werden, dass ein signifikanter Unterschied in der
Titerhöhe zwischen den Seren von infizierten Patienten und Blutspendern (p<0,001, TTest)besteht. Dies weist darauf hin, dass PIA in vivo gebildet wird. Eine fehlende
bimodale Verteilung der Titerhöhen macht allerdings eine konkrete Unterscheidung der Gruppen unmöglich. Hieraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass der
Nachweis von Anti-PIA-Antikörpern zur Diagnose einer Endoprotheseninfektion durch S. epidermidis oder S. aureus ungeeignet ist. Zukünftig müssen PIA-unabhängige,
funktionell an der Biofilmbildung beteiligte Faktoren hinsichtlich ihrer Potenz als diagnostisches Antigen evaluiert werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2395
URN: urn:nbn:de:gbv:18-39648
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Sobottka, Ingo (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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