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Titel: Der Einfluss eines Apnoe-Trainings auf die Sauerstoffkinetik in der Nachbelastungsphase bei einem 50m Freistil-Sprint in Abhängigkeit von der Atemfrequenz
Sprache: Deutsch
Autor*in: Mohnke, Melanie
Schlagwörter: Sprintschwimmen; Sprinttraining; apnoe; breathing; lactate; Spirometry; sprint swimming
GND-Schlagwörter: Lactate; Spirometrie; Apnoe; Atmung; Atemfrequenz; Schwimmen
Erscheinungsdatum: 2008
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-07-16
Zusammenfassung: 
Einleitung/ Fragestellung: Im internationalen Wettkampfschwimmsport bekommen
Sprintstrecken eine immer größere Bedeutung. In der vorliegenden Untersuchung
soll untersucht werden, inwiefern die Atemfrequenz (Atmung ad libidum vs. Atmung
in völliger Apnoe) in Verbindung mit eine Apnoe-Training Einfluss auf den
Sauerstoffverbrauch, die Zeit und leistungsphysiologische Parameter bei einem 50m
Freistilsprint hat.
Material und Methoden: 14 Leistungsschwimmer absolvierten im Abstand von 8
Wochen jeweils einen Sprint in völliger Apnoe und mit Atmung ad libidum
(Messparameter: respiratorische Daten, Laktatkonzentration, Herzfrequenz, Zeit,
Armzugfreuquenz und der Grad der individuellen Anstrengung anhand der Borg-
Skala). Die Probanden wurden in eine Trainings- (Alter: 17,33 ± 3,69 Jahre;
Körpergröße: 1,76 ± 0,07 m; Körpergewicht: 66,75 ± 6,96 kg; BMI: 21,71 ± 1,31
kg/m²; Trainingsalter: 8,17 ± 3,12 Trainingsjahre; Trainingshäufigkeit: 9,5 ± 2,66
Trainingseinheiten/Woche; Körperfett: 15,75 ± 4,14 Fettgehalt in Prozent) und eine
Kontrollgruppe (Alter: 20,38 ± 4,78 Jahre; Körpergröße: 1,81 ± 0,09 m;
Körpergewicht: 72,88 ± 7,94 kg; BMI: 22,11 ± 0,90 kg/m²; Trainingsalter: 11,0 ± 4,41
Trainingsjahre; Trainingshäufigkeit: 12,0 ± 2,67 Trainingseinheiten/Woche;
Körperfett: 13,78 ± 3,97 Fettgehalt in Prozent) unterteilt. Die Trainingsgruppe
unterzog sich einem speziellen Apnoe-Training.
Ergebnisse: Die Sauerstoffaufnahme in den ersten 20 Sekunden nach
Belastungsabbruch ist in der Trainings- und Kontrollgruppe nach einem Sprint ohne
Atmung signifikant geringer als nach einem Sprint mit Atmung, was möglicherweise
die Folge einer Hemmung der Kreatinresynthese durch nicht abgeatmete H+-Ionen
ist.
Schlussfolgerung: Die Trainings- und Kontrollgruppe unterscheiden sich in den
respiratorischen Parametern in den ersten 20 Sekunden nach einem Sprint mit
Atmung, ab 20 Sekunden nach Belastungsende unabhängig von der Art der Atmung
und in der Laktatkonzentration. Die Sauerstoffaufnahme in der Trainingsgruppe nach
der Trainingsmaßnahme ist tendenziell, zum Teil signifikant geringer als vor der
Trainingsmaßnahme, keine Unterschiede in der Kontrollgruppe. Möglicherweise hat
das Training eine Verbesserung des aeroben Stoffwechsels (Verringerung der
Laktatkonzentration, Verbesserung der O2-Kapazität, u.s.w.) und nicht wie erwartet
des anaeroben Stoffwechsels zur Folge. Die tendenziell niedrigere
Laktatkonzentration in der Trainingsgruppe und die damit geringere
Sauerstoffaufnahme für die reverse Glykolyse nach der Trainingsintervention
unterstützen diese Annahme.

In recent years, the sprinting subdivision of competitive swimming has gained
significant importance. This study aims to measure many of the factors associated
with sprint swimming including O2 uptake, total sprint time and breathing frequency in
conjunction with a specialized apnoea training program.
Fourteen elite swimmers performed four 50 meters freestyle sprints at maximum
speed. The four sprints were divided so that there were eight weeks between each
set of two sprints. Each set consisted of one sprint using normal breathing technique
leaving it to the discretion of the swimmer, and one sprint without any breathing at all.
There were two days of rest between the two sprints within each set.
Oxygen uptake, lactic acid production, heart rate, total time, stroke rate and the Borg
Ratings of Perceived Exertion were measured and analyzed. Half of the swimmers
did special apnoea training during the 8 weeks between the two sprint sets, while the
other half did not receive special training but continued their usual practice routine.
In both, the apnoea trained group and the control group, the O2 uptake measured
during the first 20 seconds after the swim without breathing was significantly lower
than the O2 uptake measured during the first 20 seconds after the swim with
discretionary breathing by the swimmer. This might be the result of an elevated
concentration of H+ ions and an interrelated repression of the creatine resynthesis.
There was a difference in the O2 uptake measurements between the study groups
after the 20 seconds following the sprints of the second set. The O2 uptake of the
swimmers with special apnoea training tended to be lower than the O2 uptake of the
swimmers who continued their usual practice routine. This result might be due to the
effect of the special training. The specialized practice might have had an aerobic
effect on the swimmers rather than an anaerobic effect. The aerobic swim training
might have led to a lower level of H+ ions and therefore a lower level of lactic acid.
This in turn would require a lower O2 uptake for the reverse glycolysis.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2683
URN: urn:nbn:de:gbv:18-42460
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Braumann, Klaus-Michael (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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