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Titel: Temporäre Inhibierung mikrobieller Verfärbungen an saftfrischem, hitzebehandeltem KiefernSchnittholz (Pinus sylvestris L.) vor der Trocknung
Sonstige Titel: Temporary inhibition of microbial discoloration on fresh and heat-treated Pine sawnwood (Pinus sylvestris L.) before drying
Sprache: Deutsch
Autor*in: Lambertz, Gerda
Schlagwörter: ISPM 15; Phytosanitär; Extraktstoffe; Bläue; Palette; Holzverpackungsmaterial; ISPM 15; Phytosanitary; Extractives; Blue stain; Pallet; Wood packaging material
GND-Schlagwörter: Waldkiefer; Erhitzen; Verfärbung; Schimmel
Erscheinungsdatum: 2009
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-09-30
Zusammenfassung: 
Gemäß dem internationalen Standard für phytosanitäre Maßnahmen ISPM Nr. 15 ist eine Hitzebehandlung derzeit die einzige Methode, um eine Verschleppung und Ausbreitung von fremdländischen Schadorganismen durch Holzverpackungsmaterial auf umweltfreundliche
Weise zu vermeiden. Im Zuge einer rein phytosanitären Hitzebehandlung – ohne weitere Trocknung – kommt es jedoch zu einer extrem gesteigerten Anfälligkeit des Materials gegenüber Schimmel und Bläue. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit ist es gelungen, verschiedene chemische Veränderungen im Holz nach einer Hitzebehandlung zu detektieren, welche sich positiv auf den Metabolismus der Pilze auswirken und infolgedessen eine gesteigerte Affinität
begründen. Neben einer signifikanten Absenkung des pH Wertes des Holzes konnte gleichzeitig eine signifikante Zunahme an freien Zuckern und lipophilen Inhaltstoffen
festgestellt werden. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen konnte für eine Reihe von alkalischen Substanzen eine fungistatische Wirkung ermittelt werden. Der pilzhemmende Effekt beruhte dabei maßgeblich auf einer Veränderung der Parameter pH-Wert (Anstieg) und lipophile Extraktstoffe (deutliche Reduktion). Negative Einflüsse bei einer Anwendung sowie eine degenerative Wirkung dieser Mittel auf die Holzsubstanz konnten nicht nachgewiesen werden. Die fungistatische Wirksamkeit ist allerdings nur von temporärer
Dauer und beträgt – je nach Lagerung – bis zu mehrere Wochen. In dieser Zeit kann unter
entsprechend klimatischen Bedingungen ein Abtrocknen der Holzoberfläche durch Umgebungsluft erfolgen, wodurch langfristig ein Pilzbefall vermieden werden kann. In breit
angelegten Feldstudien konnte eine Verwendung dieser Substanzen in Kombination mit einer natürlichen Trocknung als umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zu einer vollständigen technischen Trocknung des Materials nachgewiesen werden.

According to the International Standard of Phytosanitary Measures (ISPM No 15), currently heat treatment is the only methods in order to avoid the spreading of harmful quarantine organisms like insects and nematodes in a environmentally friendly way when using wood-packaging material. During a pure phytosanitary heat-treatment operation - without any kind of drying - the wooden material shows an increasing affinity towards mold and blue stain. Within the present thesis it was possible to detect chemical changes in the wood after heat-treatment. These changes are benefit towards the fungal metabolism and - in consequence - towards the increasing affinity. The content of elutable lipid components as well as the content of free sugars increased whereas the ph-value of the wood decreased. Further investigations led to environmentally compliant agents to inhibit temporarily the fungal germination on the surfaces of the wood. The fungistatic effect is mainly based on the reduction of the content of fats and the enhancement of the ph-value of the wooden surface. Negativ effects such as a degenerative influence towards the wood could not be prooved. The fungistatic effect is only of temporary length of time, depending on storage conditions (some weeks).
Nevertheless, drying (either naturally or technically) is indispensable to avoid fungal hazard in the long run. A combination of temporary alkaline treatment immediately after sawing followed by air drying seems to be the most effective and economically method to protect ISPM No 15 treated wood packaging material against discoloring fungi.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2782
URN: urn:nbn:de:gbv:18-43436
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Frühwald, Arno (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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