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Titel: Ernährungsverhalten bei gestörter Glukosetoleranz und metabolischem Syndrom
Sprache: Deutsch
Autor*in: Wolf, Christina
GND-Schlagwörter: Diabetes; Fragebogen zum Essverhalten; Stoffwechselstörung
Erscheinungsdatum: 2009
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-10-26
Zusammenfassung: 
Problemstellung: Der günstige Effekt flexibler Kontrolle des Essverhaltens gegenüber rigider Kontrolle und Störbarkeit auf BMI, Gewichtsreduktion und -stabilierung gilt als gesichert. Nicht klar ist, ob diese Beziehungen auch für die zentrale Adipositas und den damit einhergehenden Laborparametern sowie der Konstellation des Metabolischen Syndroms bestehen.

Methoden: In fünf Betrieben Schleswig-Holsteins wurde Beschäftigten mit erhöhter Taille (Männer 94 cm, Frauen 80 cm) und erhöhtem Blutzucker ein dreijähriges Interventionsprogramm zur Vermeidung eines Diabetes mellitus Typ 2 angeboten (DELIGHT-Projekt - Delay of Impaired Glucose Tolerance by a Healthy Lifestyle Trial). Neben Messungen der Anthropometrie, des Blutzuckers und des Lipidprofils wurden Fragen zu Lebensstil und Ernährung mittels validierter Fragebögen (food-frequency) erhoben einschließlich 56 Fragen zum Essverhalten (etablierte Instrumente zur Quantifizierung rigider und flexibler Kontrolle sowie Störbarkeit (FEV-R).
Ergebnisse: Unter den 300 Probanden mit erhöhtem Taillenumfang korrelierte flexible Kontrolle des Essverhaltens bei beiden Geschlechtern negativ mit dem BMI, aber auch mit dem Taillenumfang (p <0,01). Rigide Kontrolle und Störbarkeiten waren dagegen positiv mit dem BMI (p <0,01), wie auch dem Taillenumfang assoziiert (p<0,01 für Störbarkeit, grenzwertige Signifikanz für rigide Kontrolle, p=0,063). Entsprechend waren flexible Kontrolle bei geringer rigider Kontrolle und Störbarkeit mit niedrigerem BMI und Taillenumfang verbunden. Passend zur Assoziation mit dem Taillenumfang nahmen der Nüchternblutzuckerspiegel (p <0,05), die Triglyzeride (p <0,01) und die Prävalenz des Metabolischen Syndroms mit stärkerer flexibler Kontrolle ab (p <0,01) und das HDL-Cholesterin tendenziell zu (p =0,078).
Schlussfolgerungen: Im DELIGHT-Projekt konnte erstmals gezeigt werden, dass das Konzept der flexiblen und rigiden Kontrolle sowie Störbarkeit nicht nur erlaubt, Übergewicht vorauszusagen, sondern auch auf die Parameter der zentralen Adipositas übertragbar ist. Flexibles Essverhalten hat nach diesen Daten bei Männern und Frauen einen positiven Effekt auf den Taillenumfang, den Blutzucker, das HDL-Cholesterin, die Triglyzeride und die Prävalenz des Metabolischen Syndroms, während rigides Essverhalten und Störbarkeit einen negativen Effekt haben.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2794
URN: urn:nbn:de:gbv:18-43556
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Windler, Eberhard (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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