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Titel: POSTOPERATIVE ANTIKONGESTIVE THERAPIE BEI KINDERN MIT FALLOTSCHER TETRALOGIE UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER HERZGLYKOSIDE: EINE RETROSPEKTIVE STUDIE
Sprache: Deutsch
Autor*in: Arndt, Florian
GND-Schlagwörter: Fallot-Tetralogie; Herzglykoside; Herzinsuffizienz
Erscheinungsdatum: 2009
Tag der mündlichen Prüfung: 2009-10-27
Zusammenfassung: 
Nach operativer Korrektur einer Fallotschen Tetralogie wird die Indikation zur Digitalistherapie uneinheitlich gehandhabt, da ein möglicher Nutzen nicht nachgewiesen ist. Jedoch steht dieser mögliche Nutzen im Gegensatz zu den
bekannten Interaktionen und unerwünschten Wirkungen. Diese Dissertation soll den Einfluss einer solchen Therapie auf die Morbidität und Mortalität dieser Patientengruppe evaluieren.
56 Patienten (Ø 1,0; 0-21 Jahre) mit einer Fallotschen Tetralogie und rechtsventrikulärer Dysfunktion wurden untersucht. Postoperativ erhielten 31 Patienten Digitalis (DIG-Gruppe) und 25 Patienten erhielten Diuretika und/oder
ACE-Hemmer (DIU-Gruppe). Die postoperative Morbidität {Beatmungsdauer, intensivmedizinische Behandlungszeit, Katecholaminbedarf, Trikuspidalinsuffizienz (TR), rechtsventrikulärer Druck (RVP), Pulmonalklappeninsuffizienz (PI)} und das Langzeitüberleben wurden dokumentiert.
Ergebnisse: Die DIG-Gruppe zeigte eine höhere Beatmungsdauer (70 zu 40 h), intensivmedizinische Behandlungszeit (139 zu 93 h) sowie eine höhere Mortalität
(1 vs. 0). Die Dauer der Katecholamintherapie war mit 60 zu 36 h in der DIG Gruppe höher. 74% der DIG-Patienten hatten postoperativ eine TR, über die ein RVP von 26 mmHg ermittelt werden konnte und 90% wiesen eine im Mittel 2° PI
auf (DIU: 76% TR und RVP 21 mmHg, 80% eine PI im Mittel 1,6°).
34 von 56 Patienten (61%) konnten langfristig verfolgt werden. In der DIG-Gruppe erhielten nach 4,7 Monaten noch 37% der Patienten Digitalis. Bei 58% der DIGPatienten
konnte langfristig eine TR nachgewiesen werden und bei 95% eine PI, dessen Schwere im Verlauf auf 2,2° zunahm. (DIU: 27% TR, 87% mit PI 1,6°).
Schlussfolgerung: Der postoperative Verlauf dieser speziellen Patientengruppe konnte ausführlich dargestellt werden. Die Untersuchung konnte allerdings nicht beweisen, dass eine Behandlung mit Digoxin zu einem besseren postoperativen Verlauf führt. Zur endgültigen Klärung kann nur eine randomisierte Studie den Nutzen einer postoperativen Therapie mit Digoxin bei dieser Patientengruppe widerlegen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/2798
URN: urn:nbn:de:gbv:18-43593
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Mir, Thomas Siamak (Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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