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Titel: Zur Problematik der Nutzungsinterpretation mittelneolithischer Kreisgrabenanlagen
Sprache: Deutsch
Autor*in: Plath, Thomas
Schlagwörter: Zentralplatz; Zentralort; Jahreszeiten; Jahreseinteilung; Sonnenwende
GND-Schlagwörter: Archäologie; Kreisgrabenanlagen; Neolithikum; Astronomie; Observatorium; Goseck; Kamegg; Bucany; Steinzeit; Rondell; astronomische Ausrichtung
Erscheinungsdatum: 2011
Tag der mündlichen Prüfung: 2011-12-16
Zusammenfassung: 
Zur Problematik der Nutzungsinterpretation mittelneolithischer Kreisgrabenanlagen
Dissertation im FB Vor- und Frühgeschichte der Universität Hamburg 2011

- Zusammenfassung -

Kreisgrabenanlagen aus dem Mittelneolithikum stellen ein gerade in der letzten Zeit in den Vordergrund getretenes Phänomen der Neolithikumsforschung Mittel- und Osteuropas dar. Aufgrund vieler auftretender Gleichartigkeiten im Befund können diese Bauwerke in einer gemeinsamen Klasse zusammengefasst werden. In der Interpretation ihrer Nutzung gibt es dagegen noch viele Unklarheiten. Der eindeutige Zweck der Anlagen kann mangels schlüssiger Hinweise nicht klar umrissen werden. So ist es verständlich, wenn es mehrere verschiedene Interpretationsansätze gibt, die, teilweise regional bevorzugt, nebeneinander im Raum stehen und hitzig diskutiert werden.

In meiner Arbeit umreiße ich als erstes den Typus der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage und stelle die Merkmale dieses Anlagentyps zusammen. Davon ausgehend beschreibe ich die verschiedenen gängigen Interpretationsansätze zur Nutzung und überprüfe sie, indem ich in einem Arbeitsmodell die jeweils im Befund zu erwartenden charakteristischen Spuren der einzelnen Nutzungen anzeige. Schließlich werden diese jeweiligen Charakteristika mit dem Befund abgeglichen und so die Interpretationsansätze in ihrer Gültigkeit überprüft.

Mein Ergebnis:

Die einzelnen gängigen Nutzungsinterpretationen sind:
- Der Viehkral
- Das Sonnen- oder Sternenobservatorium
- Der Kultplatz
- Die Befestigungsanlage

Für die meisten dieser Interpretationen gibt es durchaus Argumente, keine einzige ist kommentarlos einfach abzulehnen. Am wenigsten wahrscheinlich ist für mich die Befestigungsanlage, aber auch das Sonnen- oder Himmelsobservatorium ist aufgrund der Uneinheitlichkeit in den verschiedenen Befunden als Interpretation nicht befriedigend.

Am ehesten sind der Viehkral oder der Kultplatz – oder eine kombinierte Nutzung – als wahrscheinlich einzustufen. Eine astronomische Ausrichtung würde dem im Einzelfall nicht widersprechen. In diesem Zusammenhang ist noch die Möglichkeit einer Konkurrenzsituation verschiedener Lineages zu sehen, die möglicherweise versucht haben, sich gegenseitig in der Anlage einer Kreisgrabenanlage zu übertreffen.



Verfasser Erster Gutachter
– Thomas Plath – – Prof. Dr. Helmut Ziegert –






25.06.2012
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4574
URN: urn:nbn:de:gbv:18-57838
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Ziegert, Helmut (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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