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Titel: Das Phänomen des Wiedereintritts der Leichenstarre nach mechanischem Lösen im Rahmen der Todeszeitbestimmung
Sprache: Deutsch
Autor*in: Kunz, Michaela
Schlagwörter: Lösen
GND-Schlagwörter: Rechtsmedizin; Totenstarre; Todeszeitbestimmung
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2012-08-07
Zusammenfassung: 
In der vorliegenden Arbeit wurde die Neubildung der Totenstarre nach mechanischem Lösen an 79 menschlichen Verstorbenen untersucht. Die Methode des mechanischen Lösens stellt einen Teilaspekt der derzeit praktizierten forensischen Todeszeiteingrenzung dar, jedoch ist die nachvollziehbare Datengrundlage in der Literatur gering beziehungsweise nicht nachvollziehbar. Dennoch wird in den gegenwärtigen Anwendungen von einer Neubildung der Leichenstarre nach mechanischem Lösen bis zu einem Postmortalintervall von maximal 8 Stunden ausgegangen (gelegentlich wird in der Literatur von 8-12 Stunden berichtet).
Ziel dieser Studie war die Prüfung, ob eine Starreneubildung nach mechanischem Lösen auch nach mehr als 8 Stunden post mortem (hpm) möglich ist und falls ja, ob Erkenntnisse über das maximal anzunehmende Postmortalintervall gewonnen werden können.
Zusammenfassend ergibt die vorliegende Studie Folgendes:
1. Eine Neubildung der Totenstarre nach mechanischem Lösen ist auch nach einem Postmortalintervall von mehr als 8 Stunden zu beobachten.
2. In der vorliegenden Untersuchung ergaben sich Anhaltspunkte für ein Maximalintervall von wenigstens 19 Stunden, in dem eine Neubildung der Totenstarre nach mechanischem Lösen festgestellt werden konnte. Dies entspricht einem ca. 2,5-fach längeren Zeitraum, als in der bisherigen Literatur angegeben wurde.
3. Entgegen früheren Thesen konnte ein regelhaft schwächerer Grad der Leichenstarre bei Wiedereintritt nicht beobachtet werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4615
URN: urn:nbn:de:gbv:18-58346
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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