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Titel: Nutzen und Sicherheit der Bronchoskopie unter nichtinvasiver Beatmung bei kritisch kranken Patienten mit akuter respiratorischer Insuffizienz
Sprache: Deutsch
Autor*in: Ghadban, Tarik
GND-Schlagwörter: ARDS; Künstliche Beatmung; Bronchoskopie; Intensivmedizin; Pneumologie
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2012-11-28
Zusammenfassung: 
Die nicht-invasive Beatmung ist ein Standardverfahren bei ausgewählten
Patientengruppen mit einer akuten respiratorischen Insuffizienz. Frühere Studien setzten die nicht-invasive Beatmung zur Sicherstellung eines adäquaten Gasaustausches während einer Bronchoskopie bei hypoxämischen Patienten ein, um eine endotracheale Intubation zu vermeiden. Ob eine Bronchoskopie bei akuter respiratorischer Insuffizienz mit notwendiger nichtinvasiver Beatmung sicher durchzuführen ist wurde bisher nicht an einer größeren Zahl von Patienten untersucht.
Wir untersuchten in einer prospektiven Studie 40 Intensivpatienten mit einer
akuten hypoxämischen respiratorischen Insuffizienz (14 weiblich, 26 männlich,
Alter 61±15 Jahre, PaO2/FiO2<300 unter nicht-invasiver Beatmung, SAPS II
47±9,9). Alle Patienten wurden bereits vor der Entscheidung zur Bronchoskopie
nicht-invasiv beatmet. Beobachtet wurden Veränderungen des Gasaustausches, der Hämodynamik, Komplikationen die mit der Bronchoskopie in Zusammenhang stehen und die Notwendigkeit der Intubation.
Die Bronchoskopie konnten bei allen Patienten ohne Komplikationen
durchgeführt werden. Bei 2 Patienten fiel die periphere Sauerstoffsättigung auf
unter 90%, der niedrigste Wert lag bei 84%. Der mittlere PaO2/FiO2 stieg von
176±54 vor Bronchoskopie auf 244±130 (p<0,001) am Ende der Bronchoskopie
und 205±77 120 Minuten nach der Bronchoskopie. Der mittlere PaCO2 stieg um 9,4±8,1 mm Hg. 4 Patienten mussten innerhalb der ersten 8 Stunden nach
Bronchoskopie endotracheal intubiert werden. Die Bronchoskopie/BAL erbrachte in 26 von 38 (68%) Patienten eine Diagnose.
Bei kritisch kranken Patienten unter nicht-invasiver Beatmung aufgrund einer
akuten respiratorischen Insuffizienz, kann eine Bronchoskopie mit einem
akzeptablen Risiko durchgeführt werden. Da diese Patienten bereits primär ein
hohes Risiko für das Versagen der nicht-invasiven Beatmung mit der
Notwendigkeit einer endotrachealen Intubation haben, sollte die Untersuchung
unter engmaschigem Monitoring und nur von Ärzten mit großer Erfahrung in der
Bronchoskopie und endotrachealen Intubation durchgeführt werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4742
URN: urn:nbn:de:gbv:18-59835
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kluge, Stefan (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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