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Titel: Validierung der deutschen Version der Multiple Sclerosis Impact Scale(MSIS-29)
Sprache: Deutsch
Autor*in: Schönberg, Paul
Schlagwörter: Outcome; patientenbasiert; PROMS; MSIS-29; HALEMS; Outcome; PROMS; MSIS-29; HAQUAMS
GND-Schlagwörter: Multiple Sklerose; Lebensqualität; Störung; Fragebogen; Validierung; Patient
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2013-04-05
Zusammenfassung: 
Zur klinischen Testung neuer Immunpräparate, Evaluation von Therapien und zur Verlaufskontrolle werden Messinstrumente benötigt, die zuverlässig den Gesundheitszustand von MS-Erkrankten messen können. Krankheitsspezifische, patientenbasierte Fragebögen, wie der Multiple Sclerosis Impact Scale 29 (MSIS-29), ergänzen die traditionellen, untersucherbasierten Instrumente in klinischen Studien und sind möglicherweise sensibler als diese. Die Validierung der deutschen Version des MSIS-29 war Gegenstand dieser Arbeit.
Konsekutiv wurden Patienten (n=117) der Multiple Sklerose Sprechstunde des Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf eingeschlossen. Neben dem MSIS-29 wurde der Hamburger Lebensqualitätsfragebogen bei MS (HALEMS), die Expanded-Disability-Status-Scale (EDSS) und ein modifizierter MSFC mit 9-Hole-Peg-Test (9-HPT), Timed-25-Foot-Walk (T 25FW) und Symbol-Digit-Modalities-Test (SDMT) verwendet. Anhand der Mittelwerte erfolgte die Prüfung der internen und externen Validität. Außerdem wurde untersucht, ob der MSIS-29 dazu dienen kann, Patientengruppen anhand des Schweregrades ihrer Erkrankung beziehungsweise anhand des Grades ihrer kognitiven Beeinträchtigungen nach dem EDSS und SDMT zu unterscheiden.
Hohe Werte für die interne Konsistenz und die Re-Test-Reliabilität zeigen, dass der MSIS-29 die psychometrischen Standards für patientenbasierte Fragebögen erfüllt. Die konvergente und diskriminante Konstruktvalidität des MSIS-29 ließ sich durch Richtung, Ausschlag und Muster der Korrelation mit anderen untersuchbasierten und patientbasierten Outcome-Instrumenten, sowie den entsprechenden funktionellen Subdomänen belegen. Die Faktorenanalyse ergab zwei Faktoren die den Subskalen MSIS-29 „physisch“ und MSIS-29 „psychisch“ entsprechen. Am stärksten korrelierte der MSIS-29 mit dem HALEMS, am schwächsten mit dem SDMT. Der MSIS-29 korrelierte insgesamt weniger hoch mit den untersucherbasierten Instrumenten als der ebenfalls patientenbasierte HALEMS. Der MSIS-29 war geeignet zwischen Patienten mit leichter, mittlerer und schwerer Behinderung zu unterscheiden. Außerdem unterschied er zwischen nicht und leicht kognitiv eingeschränkten Patienten. Der erstmalig berechnete MSIS-29-Gesamtwert ist eine sinnvolle und valide Erweiterung der bestehenden Skalen.
Die deutsche Version des MSIS-29 ist valide und reliabel und eignet sich, psychische und physische Beeinträchtigungen bei MS-Patienten zu messen. Derzeit wird der MSIS-29 - neben weiteren Outcome-Instrumenten - auf seine Sensitivität für Veränderung über die Zeit im Rahmen einer longitudinalen Studie der MS-Sprechstunde des UKE untersucht.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4921
URN: urn:nbn:de:gbv:18-61875
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Heesen, Christoph (Prof.Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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