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Titel: Reinigungseffektivität verschiedener Methoden zur Periimplantitistherapie hinsichtlich der Zugänglichkeit
Sonstige Titel: Effectiveness of various cleaning methods for treatment of peri-implantitis regarding surface accessibility
Sprache: Deutsch
Autor*in: Haribyan, Mikael
Schlagwörter: Airpolishing; Luft-Pulver-Wasserstrahl; PEEK; Ultraschall; Aifpolishing; PEEK
GND-Schlagwörter: Periimplantitis
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-02-25
Zusammenfassung: 
Ziele
In dieser in-vitro Untersuchung wurde die Reinigungseffektivität von vier verschie-denen Methoden zur submukosalen Entfernung von simuliertem Biofilm auf Im-plantaten mit mikro- und makrostrukturierten Oberflächen verglichen. Es wurden ein Luft-Pulver-Wasserstrahlgerät mit zwei Ansätzen (AirFlow-Handstück und Peri-oFlow-Handstück mit Nozzle-Aufsatz) und niedrig-abrasivem Pulver, eine Karbon-kürette und der PEEK-Aufsatz im Druckluft getriebenem oszillierendem Handstück (SONICflex-Handstück mit PEEK-Spitze) angewendet. Die Reinigungseffektivität wurde hinsichtlich unterschiedlicher Implantatmakrostrukturen in Abhängigkeit von der Zugänglichkeit und Lokalisation im Kiefer ausgewertet.

Material und Methoden
Insgesamt 20 kommerziell verfügbare mikro- und makrostrukturierte Implantate wur-den nacheinander in einem Kiefermodell mit schlüsselförmigem periimplantärem Knochendefekt positioniert und mit einer Suprakonstruktion versorgt. Das Modell sollte einen periimplantären schüsselförmigen Knochendefekt definierter Größe simulieren. Zuvor wurde die Implantatoberfläche mittels wasserfester Farbe ange-färbt. Die Weichgewebe wurden nicht simuliert.
Jeweils fünf Implantate wurden den vier Reinigungsmethoden zufällig zugeordnet und von einem Behandler entsprechend der Herstellerangaben bearbeitet. Die Rei-nigungszeit wurde auf 1 Minute pro Probe begrenzt, wobei jede Fläche jeweils 15 sec. gereinigt wurde.
Anschließend wurden die Implantate entnommen und die gereinigten Oberflächen mithilfe eines Auflichtsmikroskops analysiert und vermessen. Der Anteil der nicht von der Farbe gereinigten Bereiche wurde computergestützt vermessen.
Die Unterschiede zwischen den Gruppen wurden auf Signifikanz geprüft (ANOVA, Bonferonni Korrektur, α=0,05).

Ergebnisse
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigten, dass der glatte Implantatbund mit al-len Methoden gut zu erreichen war. Die Reinigungseffektivität lag im Bereich von 74% bis 93%. Der untere Anteil des Implantatkörpers wurde mit allen Methoden sig-nifikant schlechter gereinigt, als der obere Anteil.
Mit dem AirFlow-Handstück konnten am besten die koronalwärtigen Flanken im oberen Anteil gereinigt werden, sowohl an Glatt- als auch an Approximalflächen (88% bzw. 92%). Die apikalwärtigen Flanken zeigten die signifikant schlechtesten Ergebnisse (p<0,05) im Vergleich zu den übrigen Arealen im oberen Anteil.
Das PerioFlow mit der Nozzle erreichte die mikrostrukturierten mit maximaler Effekti-vität von 57% für approximal liegende Gewindeberge im oberen Bereich. Apikalwär-tige Flanken wurden tendenziell am schlechtesten gereinigt.
Die PEEK-Spitze führte zu einer Reinigungseffektivität von 74% approximal und 64% an den Glattflächen für die Gewindeberge, während alle übrigen Bereiche sig-nifikant schlechter gereinigt wurden (p<0,05).
Mit der manuellen Karbonkürette konnten die mikrostrukturierten Flächen nicht ge-reinigt werden. Die Reinigungseffektivität lag bei 0%.

Fazit
Nur der glatte Implantatbund war im Regelfall mit allen Methoden gut zu erreichen. Je tiefer die Implantatoberfläche im periimplantären Defekt lokalisiert war, umso schlechter wurde sie gereinigt.
Die manuelle Karbon Kürette war nicht in der Lage die mikrostrukturierten Implan-tatoberflächen zu reinigen.
Die Applikation des Airpolishing mittels Nozzle brachte keine Vorteile gegenüber der klassischen Applikation mit einem AirFlow-Handstück.
Die oszillierende PEEK-Spitze lieferte keine Überlegenheit gegenüber dem Airpo-lishing mit dem AirFlow-Handstück.
Die Implantatoberfläche mit Makrostrukturen wurden ungleichmäßig und unvoll-ständig gereinigt.

Objectives
In this in vitro study the cleaning efficacies of four different methods for submucosal biofilm removal from implants were compared. An air-polishing device blasting a low-abrasive powder with the AirFlow Handpiece or the PerioFlow Handpiece with a nozzle tip, a carbon curette and a sonic driven PEEK-tip (SONICflex handpiece with PEEK tip) were used. Their cleaning efficacies of a simulated biofilm were evaluat-ed on a micro and macro structured implant for the different regions with regard on the accessibility and the localization in the jaw.

Materials und Methods
One type of a micro and macro structured implant was placed in a plastic model of a jaw segment. A superstructure was mounted onto the implant body. The model was designed to simulate a peri-implant bone defect of defined size. To simulate a bacte-rial plaque the implants were stained with a black waterproof marker. The soft tis-sues were not simulated.
Groups of five implants each were formed to be cleaned using the four cleaning methods. The cleaning was performed following the manufacturer's instructions of each method. The cleaning time was limited to 1 minute per sample, each area be-ing cleaned for 15 seconds each.
Afterward, the implants were removed and the cleaned surfaces were analyzed and measured using an opto-digital-microscope microscope. The differences between the groups were calculated on statistically differences (ANOVA, Bonferroni correc-tion, α=0.05).

Results
The results of this study showed that the polished implant collar was easily accessi-ble by all methods. The cleaning efficiency ranged from 74% to 93%. The lower part of the implant body was significantly worse cleaned by all methods than the upper part.
AirFlow handpiece showed the best cleaning results on the coronal flanks in the upper part, both on smooth surfaces and on approximal surfaces (88% and 92%, respectively). The apical flanks showed significantly worst results (p <0.05) com-pared to the other areas in the upper part.
The PerioFlow with the Nozzle achieved the best results on micro structured areas with maximum effectiveness of 57% for approximal implant thread crests in the up-per area. Apical facing flanks tend to be worst cleaned.
The PEEK tip resulted in a cleaning efficiency of 74% for approximal and 64% for buccal/oral located thread crests, while all other areas were significantly worse cleaned (p <0.05).
With the manual carbon curette, the micro structured surfaces could not be cleaned. The cleaning efficiency was 0%.

Conclusion
Only the smooth implant collar was generally easy to reach with all cleaning meth-ods. The deeper the implant surface was located in the peri-implant defect, the worse it was cleaned.
The results prove that the application of air polishing by nozzle showed no ad-vantages over the AirFlow handpiece. The air-polishing with low abrasive powder war superior for removing biofilm from micro and macro structured implants followed by sonic driven PEEK tips. The use of the manual carbon curette turned out to be ineffective and can’t be recommended. Nevertheless, until now no method could remove the biofilm completely.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6223
URN: urn:nbn:de:gbv:18-103333
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Schmage, Petra (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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