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Titel: Figlie illustrissime. Sul Ruolo delle sacerdotesse e detentrici di cariche pubbliche nella sfera politico-religiosa delle città di Efeso e Stratonikeia in Caria
Sonstige Titel: Illustrious Daughters. Female Priesthood as an office: the cases of Ephesus and Stratonicea in Caria
Berühmte Töchter. Zur Rolle der Frauen als Priesterinnen und Amtsträgerinnen in der politisch-religiösen Sphäre der Poleis Kleinasiens am Beispiel von Ephesos und Stratonikeia in Karien
Sprache: 
Autor*in: Sessa, Giulia
Schlagwörter: Priesterinnen; Amtsträgerinnen; Kleinasien; Ephesos; Stratonikeia in Karien; Priestess; Asia Minor; Ephesus; Stratonicea in Caria
GND-Schlagwörter: Sacerdotesse; Asia Minore; cariche pubbliche; Efeso; Stratonikeia
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-11-09
Zusammenfassung: 
The epigraphic sources attested to the high status of some women who, were often honored with decrees or marble statues. The phenomenon of women in office can be demonstrated both in Ephesus and Stratonikeia: some women were of great importance both as priestesses and public officials.The development of the respective roles has been presented by inscriptions demonstrating their activity.

Die gewählten epigrafischen Exemplare belegen den hohen Stellenwert einiger Frauen, die als Amtsträgerinnen und Euergetinnen oft mit Dekreten oder mit Marmorstatuen geehrt wurden. Dies ist insofern in beiden Fällen bemerkenswert. Denn sowohl in Ephesos als auch in Stratonikeia kann das Phänomen der amtierenden Frauen nachgewiesen werden: Einige Frauen haben eine große Bedeutung als Priesterinnen und Amtsträgerinnen gehabt.
Die Entwicklung ihrer jeweiligen Rolle konnte durch Inschriften, die die weibliche Tätigkeit belegen, aufgezeigt werden.
Ab dem 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurden Frauen in Ephesos und Stratonikeia zunehmend als Priesterinnen und Amtsträgerinnen gebraucht, wesentlich mehr als in den Jahrhunderten davor. Allerdings war es insgesamt noch immer nur eine sehr kleine Minderheit von Frauen, die die Möglichkeit hatte, auf diese Weise die Öffentlichkeit zu beeinflussen und sich damit ewige Ehre zu sichern.
Daraus lässt sich jedoch nicht die Existenz einer einheitlichen Politik und Praxis in der gesamten Region Kleinasiens ableiten. Vielmehr ist es eine Besonderheit spezifischer Städte. Es war kein generelles Phänomen in den Städten dort.
In den beiden untersuchten Städten spielte das Priestertum der polyadischen Gottheiten eine wichtige Rolle, da es als Grundlage der bürgerlichen und sozialen Einheit identifiziert wurde. Dafür gab es insbesondere zwei Gründe: Erstens erfolgte unter Augustus eine Restauration der Religion. Kulte wurden wieder eingeführt, Tempel restauriert und wiedereröffnet. Der zweite Grund war die neue ökonomische Lage: Der hohe Geldbedarf belastete die Städte. Eine aktive amtierende Frau wurde als status symbol für die berühmten Familien angesehen. Sie nutzten damit die Gelegenheit aus, ihren Abstand zur Bevölkerung zu markieren. Sie als Eliten verstanden sich in toto als eine einzige Gemeinschaft, deren Mitglieder allesamt eine exakte Kollokation, einen vorgegebenen Platz einnahmen.
Einerseits bekleideten Männer politische Ämter, andererseits bekamen Frauen das Priesteramt. In der antiken Welt war die innerpolitische Verbindung zwischen Politik und Religion sehr eng. Deshalb überrascht es nicht, dass einige wenige Familien sowohl die Sphäre der Politik als auch die der Religion einer Stadt beherrschen und besitzen wollten.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6272
URN: urn:nbn:de:gbv:18-104529
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Harter-Uibopuu, Kaja (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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