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Titel: Veränderung der Abstinenzzuversicht im Verlauf einer stationären qualifizierten Alkoholentzugsbehandlung und ihre Beeinflussung durch soziale und suchtbezogene Faktoren, Depressivität und Craving
Sonstige Titel: Changes of the Abstinence Confidence within a Qualified Withdrawal Treatment and its influence by social and addiction-related parameters, depression and craving
Sprache: Deutsch
Autor*in: Schulze, Susanne
Schlagwörter: Abstinenzzuversicht; KAZ-35; Qualifizierter Entzug
GND-Schlagwörter: Abstinenz; Alkohol; Depression; Craving; Zuversicht; Selbstwirksamkeit
Erscheinungsdatum: 2016
Tag der mündlichen Prüfung: 2017-01-18
Zusammenfassung: 
Die Dissertation befasst sich mit der Veränderung der Abstinenzzuversicht im Verlauf einer stationären Qualifizierten Entzugsbehandlung und prüft eine mögliche Beeinflussung durch Alter, Geschlecht, Arbeits-, Wohn- und Familiensituation, Depressivität und Craving. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden 453 Patienten im Rahmen ihrer Behandlung in der Klinik für Abhängigkeitserkrankungen der Asklepios Klinik Nord in Hamburg befragt. Ihnen wurde an maximal vier Zeitpunkten während der Entzugsbehandlung Fragebögen vorgelegt, welche u.a. den Fragebogen zur Abstinenzzuversicht (KAZ-35), Becks Depressionsinventar (BDI) und drei Visuelle Analogskalen (VAS) zum Craving enthielten.
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Zunahme der Abstinenzzuversicht insbesondere innerhalb der ersten Woche des stationären Aufenthaltes. Dabei erfolgt der größte Anstieg der Punktwerte in der Unterskala "Rückfall durch Sozialen Druck". Die geringste Abstinenzzuversicht und zugleich ihr geringster Anstieg im Behandlungsverlauf besteht in Situationen, in denen die eigene Kontrollfähigkeit hinsichtlich des Alkoholkonsums getestet wird. Das Lebensalter, die Dauer der Abhängigkeitserkrankung und die Menge des regelmäßig konsumierten Alkohols haben keinen Einfluss auf die Veränderung der Abstinenzzuversicht. Frauen weisen zunächst eine geringere Selbstwirksamkeitserwartung bzgl. möglicher Rückfallsituationen auf, erreichen aber einen größeren Zuwachs an Abstinenzzuversicht innerhalb des Behandlungsverlaufs. Das Leben in einer Partnerschaft, stabile Wohnverhältnisse und eine aktuelle Berufstätigkeit korrelieren positiv mit einer höheren Abstinenzzuversicht zu Behandlungsbeginn. Auf die Steigerung der Abstinenzzuversicht haben diese Faktoren jedoch keinen signifikanten Einfluss. Depressivität und Craving gehen zu allen Zeitpunkten der Untersuchung mit einer geringeren Abstinenzzuversicht einher.
Die Ergebnisse werden hinsichtlich einer möglichen Bedeutung für die inhaltliche Gestaltung der Alkoholentzugsbehandlung diskutiert.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7057
URN: urn:nbn:de:gbv:18-83292
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Reimer, Jens (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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