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Titel: Vergleichende Untersuchungen zur endotrachealen Intubation durch Rettungsdienstpersonal am simulierten schwierigen Atemweg
Sonstige Titel: Comparative studies on the endotracheal intubation by emergency services personnel on the simulated difficult airway
Sprache: Deutsch
Autor*in: Wipp, Artur
Schlagwörter: schwieriger Atemweg
GND-Schlagwörter: Endotracheale Intubation; Rettungswesen; Medizinisches Personal; Rettungssanitäter; Rettungssanitäterin; Rettungsassistentin; Rettungsassistent
Erscheinungsdatum: 2017
Tag der mündlichen Prüfung: 2017-07-20
Zusammenfassung: 
An einem etablierten Modell zur Simulation einer schweren Blutung aus den Atemwegen führten wir zwei Studien zur endotrachealen Intubation mit nichtärztlichem Rettungsdienstpersonal durch. Wir verglichen zwei unterschiedliche Absaug-Methoden und registrierten den Intubationserfolg, die verwendete Zeit und die Zufriedenheit mit der Methode.
In Studie I untersuchten wir die Anwendung des Innsbrucker Absaug-Laryngoskops, das gleichzeitiges Absaugen und Laryngoskopieren ermöglicht. 34 nichtärztliche Rettungsdienstmitarbeiter intubierten in randomisierter Reihenfolge einen Patientensimulator mit simulierter, schwerer Blutung aus den Atemwegen einmal mit dem Innsbrucker Absaug-Laryngoskop und einmal mit dem Macintosh-Laryngoskop mit getrennter Absaugeinheit. Bei Anwendung des Absaug-Laryngoskops war die Anzahl der ösophagealen Fehlintubationen signifikant geringer (3/34 vs. 11/34; p = 0,021) und die benötigte Zeit zur Intubation signifikant kürzer (Mittelwert (SD) 50 (15) vs. 58 (27) s; p = 0,041) im Vergleich zur herkömmlichen Methode mit dem Macintosh-Laryngoskop. Bei Verwendung des Absaug-Laryngoskops verglichen mit der herkömmlichen Intubationsmethode profitierten die nichtärztlichen Rettungsdienstmitarbeiter. Die Zahl der Fehlintubationen verringerte sich. Der Gebrauch des Absaug-Laryngoskops wurde als besser beurteilt. [90].
In Studie II verglichen wir an dem gleichen Patientensimulator zwei Techniken der endotrachealen Intubation. 41 nichtärztliche Rettungsdienstmitarbeiter intubierten in randomisierter Reihenfolge zum einen den Patientensimulator mit gleichzeitigem Absaugen über den in den Tubus eingeführten Absaugkatheter zum anderen mit der Standard-Intubationsmethode. Es bestand kein signifikanter Unterschied in der Anzahl der ösophagealen Fehlintubationen. (8/41(20 %) vs. 6/41(15 %), p = 0,688) Allerdings benötigten die Probanden für eine Intubation mit Absaugen durch den Endotrachealtubus signifikant mehr Zeit, verglichen mit der herkömmlichen Methode (Median (Interquartilenabstand, Konfidenzintervall 95 %) 42 (39-60) vs.33 (35-48) Sekunden; p=0,015)[89].
Das Absaugen durch den Endotrachealtubus erwies sich bezüglich Zeitaufwand und Fehlintubationen als ineffektiv, abgesehen davon, dass hierbei eine Kontamination der Tubusinnenwand mit abgesaugtem Material unvermeidbar war.
Um feststellen zu können, ob nichtärztliche Rettungsdienstmitarbeiter in Fällen schwerer Atemwegsblutungen oder generell eine endotracheale Intubation durchführen oder besser alternative Atemwegshilfen anwenden sollen, werden weitere Studien benötigt.

In an established model for difficult airway simulation mimicking upper airway hemorrhage, we conducted two studies with emergency medical technicians intubating a manikin endotracheally. We compared different methods of suctioning and recorded successful intubation, time needed to intubate and satisfaction with the method.
In Study I the use of a suction laryngoscope that enables simultaneous suction and laryngoscopy was evaluated. 34 emergency medical technicians intubated the manikin using the suction laryngoscope and the Macintosh laryngoscope with a separate suction catheter, in random order. When using the suction laryngoscope, the number of esophageal intubations was lower (3/34 vs 11/34; p 0,021) and the time needed for intubation was shorter (mean (SD) 50 (15) vs 58 (27) s; p 0,041). Emergency medical technicians were more satisfied when using the suction laryngoscope compared with the standard intubation strategy in this model. In cases of upper airway haemorrhage, the use of the suction laryngoscope might be beneficial [90].
In Study II we compared emergency medical technicians intubating the above mentioned model with a suction catheter put directly through the endotracheal tube for suctioning and the standard intubation strategy with a Macintosh laryngoscope in one and a suction catheter in the other hand with subsequently advancing the endotracheal tube. Methods: Forty-one emergency medical technicians intubated the trachea of a manikin with severe simulated airway haemorrhage using each technique in random order. Results: There was no significant difference in the number of esophageal intubations between suctioning via the tube and the standard intubation strategy [8/41(20%) vs.6/41(15%); P = 0.688], but suctioning via the endotracheal tube needed significantly more time [median (IQR,CI95%):42(20,39–60)vs.33(15, 35–48) s; P = 0.015] [89].
The catheter through the endotracheal tube method was less effective than the standard intubation technique according time needed to intubate and esophageal intubations. Apart from the fact that contamination of the inner tube wall is unavoidable.
To determine whether emergency medical technicians should perform endotracheal intubation or rely on alternative airway methods also in cases of severe upper airway hemorrhage more studies are needed and the topic remains to be discussed.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7332
URN: urn:nbn:de:gbv:18-86903
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Felbinger, Thomas (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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