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Titel: Vorhersagekraft des ACS NSQIP Risikorechners für allgemeinchirurgische Patienten einer deutschen Universitätsklinik
Sonstige Titel: Predictive value of the ACS NSQIP risk calculator for postoperative complication risk stratification at a german university clinic
Sprache: Deutsch
Autor*in: Hilz, Philip
Schlagwörter: NSQIP; Risikorechner; präoperative Risikobestimmung; ACS; NSQIP; Risk calculator; preoperative risk estimation
Erscheinungsdatum: 2018
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-11-28
Zusammenfassung: 
Weltweite Bestrebungen zur Minimierung von Mortalität und Morbidität sind dringlicher denn je. Der demographische Wandel und das Verschieben der globalen Belastung durch Krankheit hin zu chirurgisch heilbaren Erkrankungen, erfordert ein stetig wachsendes Pensum an Operationen, sowie einen steigenden Anteil an Sicherheit. Fortschreitende Technisierung und öffentliche gesundheitliche Bildung, sowie der Zugang zum Internet, konfrontieren den Patienten mit seinem Leiden. Dem patientenorientierten Aufklärungsgespräch wird in Zukunft durch Autoritäten und Gesetzgebung mehr Individualität abverlangt werden. Maßgeschneiderte Informationen, welche den Patienten nicht allein abhängig von der Risikoevaluation des Operateurs machen, Informationen, welche prozeduren- und patientenadaptiert das Risiko für eine Auswahl an Komplikationen konkret beschreiben, helfen dem Patienten bei der Entscheidungsfindung und eröffnen damit ein Fenster zur Diskussion zwischen Behandelndem und Behandeltem.
Der ACS NSQIP bietet eine derartige Risikoevaluation anhand einfach und schnell erhebbaren Patientendaten. In den Vereinigten Staaten von Amerika wird der Risikorechner bereits an über 600 Krankenhäusern regelhaft zur präoperativen Risikoevaluation eingesetzt.
In der vorliegenden Arbeit konnte, im Rahmen der Limitationen, gezeigt werden, dass auch am allgemeinchirurgischen Patientengut einer deutschen Universitätsklinik ein prädiktiver Nutzen der ACS NSQIP besteht. Jedoch konnte keine verlässliche Vorhersagefähigkeit des Risikorechners für das Auftreten von Komplikationen nachgewiesen werden. In der vorliegenden Stichprobe konnte ein negativ-prädiktiver Nutzen gezeigt werden, welcher durchaus zur Diskussion mit dem Patienten wertvoll sein kann. Weiterhin konnte die Krankenhausverweildauer durch den Risikorechner weitestgehend korrekt vorhergesagt werden.
Die Implementierung eines solchen Risikorechners bedarf einer Anpassung an das deutsche Gesundheitssystem und sollte in einer prospektiv angelegten Studie mit größerer Fallzahl validiert werden.

Worldwide efforts to minimize mortality and morbidity are more topical than ever before. Demographic change and the shift of the global burden of disease towards surgically curable diseases requires constantly growing number of operations to be performed, and inevitably, a growing standard of safety. Progressive technology development, as well as public health education and the ubiquitary accessible internet, confronts patients with their diseases. Personalized information will become more relevant in future informed consent discussions. Authorities and legislation will soon be requesting a higher level of individualized practitioner-patient preoperative discussion to warrant a properly given informed consent. The idea behind all this, is that the patient will be less dependent on the sole opinion of one practitioner, when it comes to evaluating the individual risk in relation to fair treatment options. Distinct and objective risk evaluation for a number of possible outcomes and complications will help patients find the right decision. Thereby adding a window for free will and opening up room for an even discussion between care-giver and patient.
The ACS NSQIP risk calculator offer such an option for individual risk evaluation in a simple and fast way on the patient´s bedside. In the United States more than 600 hospitals are using the ACS NSQIP risk calculator routinely for preoperative patient evaluation.
In this scientific work we were able to identify a predictive benefit when using the ACS NSQIP risk calculator on surgical patients at a German university clinic. Although the risk calculator was not able to correctly predict the occurrence of complications, we were able to show a negative predictive use. Within this sample of patients the risk calculator proved to be beneficial when evaluating length of hospital stay.
The implementation of such a risk evaluation tool requires adaptation to the German health care system and should be further evaluated by a prospective study with greater sample size.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7977
URN: urn:nbn:de:gbv:18-94942
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Reuter, Daniel A. (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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