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Titel: Beteiligung von murinen Natürlichen Killer (NK)-Zellen an der Immunantwort gegen intrazelluläre und extrazelluläre Trypanosoma cruzi (Chagas, 1909)
Sprache: Deutsch
Autor*in: Lieke, Thorsten
Schlagwörter: NK-Zellen; Fibroblasten; NO
GND-Schlagwörter: Trypanosoma cruzi; Immunreaktion; Cytolyse
Erscheinungsdatum: 2004
Tag der mündlichen Prüfung: 2004-11-05
Zusammenfassung: 
Trypanosoma cruzi, Erreger der südamerikanischen Chagas-Krankheit, ist ein einzelliger Parasit, dessen Entwicklungszyklus durch einen Wirtswechsel Insekt-Säugetier charakterisiert ist. Im Säugetier vermehren sich die Trypanosomen intrazellulär und verbreiten sich extrazellulär über den Blutstrom, wobei nahezu jedes Gewebe infiziert wird. Die Infektion mit T. cruzi gliedert sich in die akute Phase, in der es zu einer vermehrten Distribution der Parasiten im Organismus kommt und die chronische Phase, in der die Trypanosomen in den invadierten Geweben persistieren. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Abwehr der Parasiten in der akuten Phase unter besonderer Berücksichtigung der Aktivität von NK-Zellen, die Bestandteil der angeborenen Immunität sind.
In der Arbeit konnte gezeigt werden, das NK-Zellen sich sowohl an der Abwehr von intrazellulären T. cruzi beteiligen als auch eine ausgeprägte Zytotoxizität gegenüber extrazellulären T. cruzi im Blut entwickeln. Bezüglich der Kontrolle der intrazellulären T. cruzi konnte gezeigt werden, dass die Parasitenlast nicht nur in professionellen antigen-präsentierenden Makrophagen, sondern ebenso in Fibroblasten gesenkt werden kann. Dabei werden NK-Zellen durch infizierte Fibroblasten zu einer Zytokin-Sekretion aktiviert, die wiederum in den Fibroblasten eine Induktion der induzierbaren NO-Synthase (iNOS) auslöst. Die Freisetzung von NO ist für die Bekämpfung der intrazellulären T. cruzi durch die Fibroblasten von essentieller Bedeutung.
Für die Kontrolle der Parasiten in infizierten Organismen ist allerdings die NK-Zell-Aktivität gegen extrazelluläre Trypanosomen von besonderer Bedeutung. NK-Zellen gehen direkte Kontakte mit T. cruzi im Blut ein, die zu einer Zytolyse der Parasiten führt, die unabhängig von Perforin ist. Voraussetzung der Zytotoxizität ist allerdings eine vorangehende Aktivierung der NK-Zellen in Abhängigkeit von Interleukin-12.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/805
URN: urn:nbn:de:gbv:18-23174
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Fleischer, Bernhard (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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