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Titel: Diagrams of epidemiological knowledge in medical geography and public health surveillance
Sonstige Titel: Diagramme epidemiologischen Wissens in Medizinischer Geografie und Gesundheitsüberwachung
Sprache: Englisch
Autor*in: Krämer, Steffen Martin
Schlagwörter: Diagram; Media Studies; Science & Technology Studies; Visualization; Mapping
GND-Schlagwörter: Diagramm; Medienwissenschaft; Wissenssoziologie; Actor-Network-Theory; Visuelle Medien; Karte; Visualisierung; Wissenschaftsforschung; Medizin
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-05-02
Zusammenfassung: 
Die Dissertation diskutiert anhand verschiedener Fallbeispiele die soziale Rolle diagrammatischer Medien (z.B. Graphen, Karten, Tabellen) in epidemiologischen Wissensfeldern. Dabei wird herausgearbeitet, dass diagrammatische Prozesse epidemiologische Wissenspraktiken stabilisieren und koordinieren aufgrund eines doppelten medialen Potentials: einerseits, weil sie einen Zyklus modellhafter Rekonfiguration offenhalten; andererseits, weil sie verschiedene topologische Figuren in einem konkreten Praxiszusammenhang in Verbindung bringen. Nach einer theoretischen Einordnung zentraler Begriffe fokussieren die einzelnen Fallstudien auf wissenschaftliche und verwaltungstechnische Handlungskontexte, in denen epidemiologisches Wissen diagrammatisch verhandelt wird: etwa in der grafischen Modellierung von epidemischer Kausalität, in der Medizinischen Geografie und in der Überwachung epidemiologischer Daten durch statistische Infrastrukturen und algorithmische Frühwarnsysteme. Im letzten Teil der Dissertation wird schließlich die Popularität von epidemiologischem Wissen im Kontext zeitgenössischer Datenvisualisierung diskutiert. Auf Theorieebene verbindet die Dissertation Erkenntnisse aus dem Bereich der Diagrammatikforschung in den Medienwissenschaften mit Konzepten aus der Infrastrukturforschung in den Science & Technology Studies und heuristischen Unterscheidungen in der Actor-Network-Theory.

The dissertation discusses the social role of diagrammatic media (e.g. charts, maps, tables) in fields of epidemiological knowledge through a series of case studies. It is argued that diagrammatic processes stabilize and coordinate epidemiological knowledge practices by way of a twofold mediation: on the one hand, diagrammatic processes allow for a potentially open cycle of model reconfiguration; on the other hand, they link different topological figures in the situated context of a particular field of practice. After a theoretical introduction of key terms and concepts, the individual case studies zoom in on scientific and administrative action complexes where diagrammatic media play a key role: for example, in the graphical modeling of epidemic causality, in medical geography, and in epidemic surveillance and early warning systems. The last part of the dissertation extends the scope of the investigation by discussing the popularity of epidemiological knowledge in the context of contemporary data visualization. Theoretically, the dissertation brings together insights from diagrammatic theory in media studies with findings from infrastructure research in Science & Technology Studies and heuristic distinctions in Actor-Network-Theory.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8536
URN: urn:nbn:de:gbv:18-107721
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Fahlenbrach, Kathrin (Prof. Dr.)
Krasmann, Susanne (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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