Titel: Prävalenz und klinische Signifikanz der BAP1-Expression beim Prostatakarzinom
Sprache: mehrsprachig
Autor*in: Schwemmer, Lara
Schlagwörter: Prostatakarzinom; Prostata; BAP1; Immunhistochemie; Tissue Microarray
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-04-14
Zusammenfassung: 
Der Verlust des mutmaßlichen Tumorsuppressors BAP1 kann bei vielen Krebserkrankungen ein Hinweis auf eine schlechte Prognose sein, jedoch umgekehrt bei anderen Krebsarten auf verbesserte Überlebenschancen hinweisen. Studien zur Expression und prognostischem Wert von BAP1 beim Prostatakarzinom gibt es bislang nicht. Anhand eines Tissue Microarrays von 17747 einzelnen Prostatakarzinomen, zu denen umfassende Daten zu Pathologie, Klinik und molekulare Daten vorlagen, haben wir immunhistochemisch die Expression von BAP1 untersucht. Dabei fiel eine Hochregulation der Expression des Gens in Krebszellen auffällig oft im Vergleich zu umliegendem normalem Prostatagewebe auf. Von den 15857 der krebsbefallenen Gewebeproben waren in der Immunhistochemie 3,3% schwach, 41,6% moderat und 17,4% stark angefärbt. Eine starke Färbung war mit einem weit fortgeschrittenen Krebsstadium (p<0.0001), einem hohen klassischen und quantitativen Gleason-Grad (p<0.0001), Lymphknotenmetastasen (p<0.0001), positiven Operationsrändern (p=0.0019) und einem frühzeitigen biochemisch nachweisbaren Rückfall (p<0.0001) assoziiert. Es konnte eine Verbindung der Intensität der Färbung mit BAP1 zu Krebstypen mit dem ERG Fusionsgen hergestellt werden, da starke Färbung bei 12% der ERG-negativen, jedoch bei 30% der ERG-positiven Tumoren nachgewiesen werden konnte (p<0.0001). In einer Teilanalyse von 5415 Tumorgeweben mit und 4217 ohne TMPRSS2:ERG Fusion konnte gezeigt werden, dass der Zusammenhang mit Tumorphänotyp und Prognose der Patienten hauptsächlich durch die Gruppe der ERG-negativen Tumoren
zustande kommt. In einem multivarianten Analyseverfahren wurde deutlich, dass der prognostische Wert unabhängig von etablierten prognostischen Faktoren bei ERG-negativen (p<0.001), aber nicht bei ERG-positiven Tumoren war. Es ergab sich zudem ein Zusammenhang zwischen der Expression von BAP1 und der des Androgenrezeptors (AR): Nur 2% der AR-negativen, aber 33% der stark AR exprimierenden Tumoren zeigten eine starke Expression von BAP1 (p>0.0001). Zusammenfassend zeigt diese Studie, dass
die Hochregulation von BAP1 mit aggressiverem Prostatakrebs zusammenhängt.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8975.2
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-95932
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Sauter, Guido
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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