Titel: Einfluss von niedrig dosiertem NaOCl (0,05%) auf die intraorale Kolonisation von parodontopathogenen Bakterien im Rahmen einer standardisierten, professionellen Zahnreinigung
Sprache: Deutsch
Autor*in: Petz, Karin
Schlagwörter: Biofilm
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-07-22
Zusammenfassung: 
Parodontitis und Karies stellen heutzutage zusammen die häufigsten Pathologien des Mundraums dar. Beiden Erkrankungen sind mit spezifischen pathogenen Keimen assoziiert, die in oralen Biofilmen beheimatet sind und sich in jeder Mundhöhle finden lassen. Die erfolgreiche Vorbeugung und Behandlung der beiden wichtigsten Zahnerkrankungen hängt somit von der wirksamen Bekämpfung der odontopathogenen Biofilme und entsprechendem Keimmanagement ab.

Diverse Ansätze zur Prophylaxe und Prävention haben sich bereits etabliert. Die Fullmouth-Desinfektion (FMD) gilt inzwischen als Standardtherapie zur Reduktion des supra- und subgingivalen Biofilms und der Eliminierung von Keimen. Unterstützend wurde in der Vergangenheit bereits mit Antiseptika wie Chlorhexidin gearbeitet und selbst Antibiotika haben in ausgewählten Fällen ihre Indikation zur Keimreduktion.

Antiseptika gewinnen in diesem Kontext jedoch immer mehr an Bedeutung, da sie Bakterien und sogar Viren und Hefen denaturieren. Das Risiko einer Resistenzentwicklung ist im Gegensatz zu Antibiotika hier praktisch nicht gegeben. Außerdem können Antiseptika nicht in das Zahnfleischgewebe eindringen, wodurch die Gefahr einer systemischen Interaktion nicht existiert.

Wurden in der Vergangenheit Substanzen wie Chlorhexidin bereits umfangreich untersucht, gibt es vergleichsweise wenige Studien zu der Wirkung von Natriumhypochlorit im Rahmen der professionellen Zahnreinigung und Full-Mouth Desinfektion. Jedoch wurde bereits 2012 nachgewiesen, dass die Plaqueadhäsion durch die Verwendung von NaOCl reduziert wird.
In dieser Studie soll nun untersucht werden, wie sich die Verwendung von Natriumhypochlorit als Standard-Präventionsmaßnahme auf die gesunde Mundflora auswirkt und ob definierte Risikokeime reduziert werden können.

Die Hypothese lautet somit, dass die Verwendung von niedrig konzentriertem Natrium-Hypochlorit (0,05 %) im Rahmen der professionellen Zahnreinigung zu signifikante Veränderungen der parodontopathogenen Bakterienflora führt.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9160
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-94628
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Beikler, Thomas
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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