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Titel: Expression verschiedener Zelladhäsionsmoleküle im Endothel und Mesothel
Sprache: Deutsch
Autor*in: Kliege, Jamila Arianne Meret
Schlagwörter: Zelladhäsionsmoleküle; Mesothel; Endothel
Erscheinungsdatum: 2021
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-08-23
Zusammenfassung: 
Mehrere Zelladhäsionsmoleküle stehen aufgrund ihrer zentralen Rolle im Rahmen der Tumorprogression und Metastasierung im Fokus der Forschung. Während eine Vielzahl an Zelladhäsionsmolekülen hinsichtlich der hämatogenen Metastasierung untersucht worden sind, liegen noch wenige Daten zur Expression dieser Moleküle im Mesothel des Peritoneums vor, die eine entscheidende Rolle bei der Peritonealkarzinose spielen dürften. In der vorgelegten Arbeit sollte anhand eines immunhistochemischen Verfahrens die Endothel- und Mesothelzellen in 29 humanen Gewebeproben auf ihre exprimierenden Zelladhäsionsmoleküle hin untersucht werden. Weiterhin wurde vor dem Hintergrund, dass Endothel- und Mesothelzellen mesenchymalen Ursprungs sind, eine Charakterisierung dieser Zelltypen anhand von ausgewählten Intermediärfilamenten vorgenommen.
Das E-Selektin konnte mit hoher Expression auf den untersuchten Endothel- und Mesothelzellen im normalen, entzündlichen und neoplastischen Gewebe dargestellt werden, wobei auf den Mesothelzellen ein höherer prozentualer Anteil erzielt wurde. Auf beiden Zelltypen zeigte sich hinsichtlich des Integrin b1 eine geringe Immunreaktivität. Das Integrin b3 zeigte in beiden Zelltypen die höchste Expression im normalen Gewebe, während in den anderen Gewebearten die Immunreaktivität sehr gering ausfiel. Das Integrin b4, das L1CAM, das CD44 und Hyaluronan konnte in dieser Arbeit nicht auf den genannten Zelltypen nachgewiesen werden. Hinsichtlich des P-Selektins konnte lediglich eine Expression im Endothel dargestellt werden.
Die Mesothelzellen exprimierten die Intermediärfilamente Vimentin, das Zytokeratin K8 und K15. Die Endothelzellen zeigten hingegen nur eine positive Immunreaktivität für das Vimentin und zu geringen Maße für das Zytokeratin K15. Somit könnte das Zytokeratin K8 als Marker zur Unterscheidung zwischen den beiden Zelltypen dienen.
In Anbetracht dieser Ergebnisse und auch anderer Studien haben Endothel- und Mesothelzellen viele gemeinsame Eigenschaften und Funktionen und sind grundlegend an der Metastasierung beteiligt. Das E-Selektin scheint im Allgemeinen neben seiner Funktion im Rahmen der hämatogenen Metastasierung auch eine Schlüsselrolle bei der Peritonealkarzinose zu spielen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9185
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-94948
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Schumacher, Udo
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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