Titel: Stabile juvenile Osteochondrosis dissecans des Kniegelenks: Beurteilung von Heilungsprädiktoren nach 6 und 12 Monaten konservativer Therapie
Sprache: Deutsch
Autor*in: Möller, Melanie
Schlagwörter: Osteochondrosis dissecans; juvenile Osteochondrosis dissecans; Heilungsprädiktoren; konservative Therapie; Osteochondritis dissecans
GND-Schlagwörter: Osteochondrosis dissecansGND
Erscheinungsdatum: 2021
Tag der mündlichen Prüfung: 2022-01-07
Zusammenfassung: 
Bei bis zu 50 % der stabilen JOCD Läsionen kommt es nach konservativer Therapie nicht zu einer Heilung. Daher werden Heilungs-Vorhersagefaktoren gebraucht um ein potenzielles Therapie-Versagen identifizieren und alternative Behandlungsmethoden erwägen zu können.
Diese Studie umfasste eine retrospektive Kohortenstudie von 62 Patienten mit 76 stabilen JOCD Läsionen. Die konservative Therapie beinhaltete eine Bewegungseinschränkung bis es zu einer Schmerzfreiheit kam. Der erste Endpunkt war eine Heilung, die mittels MRT dargestellt werden konnte mit Folgeuntersuchungen nach 6 und 12 Monaten nicht-operativer Therapie. Die multivariate logistische Regressionsanalyse ermöglichte es, Variablen zu identifizieren, die die Heilungschancen am besten vorhersagen konnten. Zudem wurden optimale prognostische Grenzpunkte definiert, um zwischen Versagen und Erfolg der Therapie zu unterscheiden.
Die Ergebnisse zeigten, dass nach 6 Monaten konservativer Therapie 56 (74 %) der 76 stabilen JOCD Läsionen keine Heilungstendenz oder sogar Zeichen einer Instabilität aufwiesen. Die normierte Breite sowie Fläche des Defekts als auch das Auftreten zystenartiger Läsionen konnten signifikant Unterschiede zwischen Versagen und Erfolg der Therapie aufzeigen (p<0.05). Ein multivariates logistisches Regressions-Modell aus Alter, Größe der zystenartigen Läsion und normierter Breite des Defekts konnte am besten die Heilung nach 6 Monaten konservativer Therapie mit einer AUC von 0,779 (p<0,001) vorhersagen. Ein Grenzpunkt bei einer Heilungswahrscheinlichkeit von 48% konnte mit einer Sensitivität von 60 % und einer Spezifität von 83,7 % zwischen Versagen und nicht Versagen der konservativen Therapie unterscheiden. Nach 12 Monaten nicht-operativer Therapie zeigten 37 (49 %) der JOCD Läsionen eine Heilungstendenz. Ausschließlich die Größe auftretender zystenartiger Läsionen hatte die höchste prädiktive Validität (AUC: 0,766). Der optimale Grenzpunkt war bei einer Heilungswahrscheinlichkeit von 61 % mit einer 1,3 mm großen zystenartigen Läsion, einer Sensitivität von 70,3 % und einer Spezifität von 74,1 %.
Somit empfehlen wir das MRT sowohl für die erste Identifikation als auch die Verlaufsbeobachtungen einer JOCD, das Aufzeigen zystenartiger Läsionen und zu
Verlaufsbeurteilung des aufliegenden Knorpels.
Sofern ein Heilungspotential von über 48% vorliegt, sollte eine 6-monatige konservative Therapie mit oder ohne Schienung in Erwägung gezogen werden. Eine konservative Therapie für 12 Monate mag erfolgsversprechend sein, wenn die Größe auftretender zystenartiger Läsionen unter 1,3 mm liegt.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9425
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-98093
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Krause, Matthias
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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Dissertation JOCD 07.01.2022.pdfStabile juvenile Osteochondrosis dissecans des Kniegelenks: Beurteilung von Heilungsprädiktoren nach 6 und 12 Monaten konservativer Therapie31b7126c6b57aca7bf959d4aed92389e2.25 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
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